6 Massnahmen zur Burn-Out Prävention

Die letzten Wochen waren turbulent. Mein Umfeld würde sagen: Wie immer. Und auch in nächster Zeit kommt einiges auf mich zu. Natürlich geht es vielen Menschen so. Und solange ein solches Leben Spass macht, sehe ich keine Probleme in sehr ausgefüllten Wochen. Trotzdem werde ich gelegentlich darauf angesprochen, ich müsse gut auf meine Gesundheit achten. Das Thema Burn-Out ist nach wie vor präsent in der Gesellschaft. Ich habe keine Bedenken, dass ich gefährdet bin. Die sechs Gründe, warum ich zu diesem Schluss komme:

1. Genügend Schlaf

Schlaf ist zentral. Ich habe früher über längere Zeit mit 5-6 Stunden gearbeitet. Also normalerweise 6 Stunden und so 2-3 Nächte pro Woche waren es weniger. Konsequenz: Besonders gegen Ende Woche hat sich das durch verminderter Leistungsfähigkeit bemerkbar gemacht. Jeder Mensch hat einen anderen Schlafryhthmus und braucht unterschiedliche Menge Schlaf. Zurzeit plane ich mit 7 Stunden Schlaf. Damit bin ich die restlichen 17 Stunden ziemlich fit und leistungsfähig. Natürlich gibt es 2-3 Tage pro Woche, in denen es weniger werden. Unter 6 Stunden kommt seit einigen Monaten aber kaum mehr vor. Das hat sich bewährt.

2. Genügend Zeit fürs Essen

Diese Mahlzeiten wären ja prädestiniert, um gestrichen zu werden, um mehr Zeit zu gewinnen. Ich bemühe mich, bewusst zu essen (was nicht heisst, dass ich mich gesund ernähre). Ich nehme mir genügend Zeit dafür, täglich zwei Mahlzeiten einzunehmen.

3. Gelassenheit

Man könnte sich den ganzen Tag über irgendwelche Dinge oder Menschen aufregen. Weil nicht alles gut läuft, weil (auch die eigene) Arbeit nicht immer perfekt ist etc. Ich versuche, mich dadurch nicht verrückt machen zu lassen. Sich aufregen ist ungesund. Zudem: Das Pareto-Prinzip (80/20-Regel) ist hinlänglich bekannt. Es besagt, dass in 20% der Zeit 80% der Arbeit erledigt wird. Richtig zeitintensiv sind die kleinen Details, die zwar nur 20% der Arbeit ausmachen, aber 80% der Zeit benötigen. Ich bin kein Perfektionist. Etwas Gelassenheit tut gut. Man kann Arbeiten ernst nehmen und gut machen. Ohne sich der Gefahr der Überlastung auszusetzen.

4. Nein sagen

Zugegebenermassen fällt mir das oft schwer. Das Leben bietet soviele interessante Möglichkeiten und Tätigkeiten. Doch man muss seine Ressourcen fokussieren, alles seriös machen geht nicht.

5. Effizient werden

Vieles hat mit Planung zu tun. Ich mache mir oft Gedanken zu meiner Effizienz. Ich versuche, Arbeiten zu verbinden oder Reisetätigkeiten zu minimieren. Ich kann überall arbeiten, bin total mobil. Doch ein Wechsel des Arbeitsplatzes verursacht immer nicht nutzbare Zeit. Das kann einerseits gewünscht sein, um abzuschalten (z.B. eine ruhige Zugfahrt). Zuviel Hektik ist jedoch hinderlich. Es braucht genügend ungestörte Phasen für konzentriertes Arbeiten.

6. Abwechslung

Meine Arbeit ist bereits so abwechslungsreich, dass ich mir hier keine speziellen Gedanken machen muss. Doch ich finde es wichtig, verschiedene Tätigkeiten auszuüben, gelegentlich auch komplett Neues zu wagen und sich auch mit verschiedenen Menschen zu treffen. Das erweitert den Horizont, sorgt für eine Aussensicht und Ablenkung, damit man sich weniger in Details und Unwesentlichem verliert. Das Pflegen von Freundschaften gehört natürlich auch dazu.

Die persönliche Organisation beschäftigt mich sicher auch in Zukunft. Gut möglich, dass ich diese Liste einmal erweitern werde.