Ist es wirklich immer so, wie es scheint?

Bei der Diskussion bezüglich Überwachung geht es immer um das Abwägen von Sicherheit versus Freiheit. Die Problematik liegt für mich vor allem darin, dass es vielleicht nicht immer so ist wie es scheint. Kürzlich habe ich auf 20min.ch einen belanglosen Artikel entdeckt, der von einem Polizisten handelt. der angeblich sein Polizei-Auto im Parkverbot geparkt hat und dann in einem FastFood-Lokal sein Mittagessen besorgt hat. Natürlich muss sich auch die Polizei an die Verkehrsregelungen halten, sofern sie nicht im Einsatz ist.

Nun stützt sich der Bericht auf drei Fotos sogenannter Leser-Reporter. Bemerkenswert ist der letzte Satz im Artikel, in dem die Reaktion des Polizeispreches zitiert wird: „Darum werde man den Polizisten verzeigen, wenn man herausfinde, wer es war.“ Da habe ich mich schon gefragt, ob solche Fotos als Beweis ausreichen. Und solche Bagatellen wie ein Parkverbot mit dieser Art der Überwachung zu ahnden verhältnismässig ist. Der Schritt zu Denunziation und damit auch Manipulation ist dann nicht mehr weit.

Und zudem: Die Bilder zeigen einen bestimmten Blickwinkel auf die Szenerie. Ist es wirklich so, wie es scheint? Wir kennen die Hintergründe nicht.

Gewisse Kreise sind der Meinung, dass mit mehr Überwachung und (scheinbarer) Kontrolle können Verbrechen verhindert werden. Oft wird dann das Argument verwendet, nur Verbrecher hätten etwas zu befürchten. Eine gute Erklärung zu dieser Frage gibt ein kurzer Clip, der vergangenen Sommer grössere Bekanntheit erlangt hat: