Bloggen hilft, das Leben zu reflektieren

Auf die Frage, wie viele Leute meinen Blog lesen, weiss ich keine Antwort. Ich tracke die Besucher zwar, aber ich schaue nicht auf die Statistiken. Denn die Antwort auf die Frage, warum ich blogge, hat nichts mit möglichst vielen Lesern oder einem Geltungsdrang zu tun.

Wer Arbeit in einen Blog investiert, braucht einen Mehrwert. Wer zu bloggen beginnt, sollte sich das überlegen: Was ist mein Ziel? Wie kann ich es messen? Ich wusste das bei diesem Blog lange nicht. Ich habe einfach geschrieben, weil es mir Spass machte. Ok, das kann schon Ziel genug sein. Jedoch habe ich immer weniger geschrieben, weil ich mir die Zeit dazu nicht genommen habe.

Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob ich in meinem ausgefüllten Leben überhaupt Zeit hätte, mein Leben und Taten zu reflektieren. Durchaus möglich, dass ich mir dazu zu wenig Zeit nehme. Aber dann ist mir eingefallen, dass das wöchentliche bloggen genau das für mich ist. Die Ironblogger motivieren mich, jede Woche Gedanken zu einem Thema zu machen, das mich beschäftigt.

Bloggen fürs Seelenheil? Ja, und es macht mir grossen Spass.

Allgemein ist schreiben eine gute Möglichkeit, Gedanken zu verarbeiten oder Gedanken zu überprüfen. Auch in der Politik ist das der Fall. Mit dem Schreiben von politischen Texten überprüft man seine Argumentation gegenüber sich selbst: Ist es logisch? Gibt es Widersprüche? Beim Schreiben setzt man sich damit auseinander und findet solche Lücken besser.

Dieser Blog ist mein privates Tagebuch, das öffentlich geführt wird. Wieviele Besucher es hat, ist mir daher egal. Weil die Zielerreichung nicht in Anzahl Besuchern gemessen wird, sondern darin, dass regelmässig Beiträge erscheinen. Und ich mir damit jede Woche Zeit für die Vertiefung eines Gedankens nehme.