Weiterbildung für den Wägeli-Maa

Zufällig war das Thema dieses Posts heute auf der Frontseite der SonntagsZeitung. Und zwar denkt die SBB laut darüber nach, die Minibars abzuschaffen. Da ich die nachfolgenden Gedanken schon vor einigen Wochen begonnen habe zu formulieren, erstaunt mich die Diskussion nicht. Denn die Verkäufer verstehen meines Erachtens nichts von Verkauf.

Oder anders gesagt: Elvetino sollte dringend in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren. Denn eine grosse Anzahl läuft einfach lustlos durch den Zug. Wenn es hoch kommt wird noch „Mineral, Sandwiches, Kaffee“ gerufen. Mit lustlos ist jedoch nicht langsam gemeint. Im Gegenteil, teilweise rennen sie regelrecht durch die Bahnwagen, als ob sie es möglichst bald hinter sich bringen möchten. Weniger Tempo und genügend Zeit wäre angebracht, denn die viele Reisende sind bereits gestresst. Da sollte wenigstens der Wägeli-Maa etwas Ruhe verbreiten. Jedenfalls beobachte ich immer wieder Leute, die gerne bestellen würden, aber sich regelrecht darum bemühen müssen, etwas bestellen zu dürfen.

Doch was können die Gründe für dieses Verhalten sein? Entweder verdienen sie zu gut oder bekommen zu wenig Provision, sodass ihnen die Kunden egal sein können. Oder aber sie haben noch andere Verpflichtungen (z.B. Arbeiten im Restaurant etc.). Oder sind sind wirklich so schlecht ausgebildet, dass sie es nicht besser wissen. Ich habe keine Ahnung.

Jedoch bin ich der Überzeugung, dass sich Weiterbildung für alle lohnt – Mitarbeiter und Unternehmen. Gerade in diesem Bereich wäre durch eine einfache Verkaufs-Weiterbildung einiges mehr Umsatz zu generieren. Für die Mitarbeiter würden sich Perspektiven und auch bessere Chancen für die Zukunft ergeben. Gerade für eher schlecht ausgebildete Mitarbeiter ist das enorm wichtig. Und man sollte die Menschen niemals unterschätzen. In den meisten steckt viel Potential. Gerade in einer Welt wie der heutigen können sich Menschen in alle Berufsrichtungen hin entwickeln.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Verkäufer, die mit einem Lächeln, einer ruhigen Ausstrahlung und im Optimalfall etwas Humor einen wohltuenden Kontra-Punkt setzen.