#rp13 Tag 1: Mehr bloggen

Die re:publica in Berlin hat wieder begonnen – das alljährliche „Klassentreffen“ der sog. Netzgemeinde. Für mein Ziel „mehr Bloggen“ sieht es zurzeit gut aus 🙂  Ein kurzer Replik der Sessions, die ich besucht habe befindet sich teilweise in stichwortartiger Form untenstehend. Ich werde diesen Post ergänzen, wenn Slides oder Videos der Sessions im Netz auftauchen. Doch zuerst:

Das Abendprogramm…

rp1301_abend rp1301_abend2Ein gewichtiger Teil der re:publica ist natürlich das Abendprogramm, die Gespräche und das Vertiefen der Fragestellungen. Wir haben, nachdem wir die Station verlassen mussten, uns am Stammtisch der Communitymanager Berlin angeschlossen. Es war eine tolle Stimmung am Fluss.

Betsy Hoover: Community Organizing – lessons from Obama for America 2012

Wir haben die ganze Obama-Geschichte schon öfters gehört. Es war also schwierig, etwas wirklich Neues zu erfahren. Trotzdem hier nochmals was ich mitgenommen habe:

  • Focus on one holistic campaign, online and offline
  • Example reddit: Meet the people where they are
  • Ladder of engagement: Sign up, share, donate, advocate, attend an event, become a leader
  • Moving people online to offline is the hardest jump.
  • Phase to start: build an organisation, find and talk to people, gotv (go to vote)
  • Build a team via email, fb, Twitter and donors. Ask them to do what you want them to do.
  • Find people online and offline and combine, reach people online and offline.
  • People move a lot, they only uses cell phones. Reach this people over social media.
  • Make voting simple, appealing and social.
  • Build team. Before elections spread only one message: go to vote.
  • People want to be part of it.
  • Example Video: the story of us. You need a larger vision to build a team.
  • Team Obama built all tools inhouse. It was a gift. Allowed tailoring the tools.
  • But: Building tools is hard.
  • Story : Clara in colorado. She attended because of her friends. First time.

Lets talk about online principles, not tactics.
1. Empowerment. Give the tools.
2. Participation. Give them a bigger picture.
3. Force multiplier.
4. Relationship based organising.

  • Question: How big was the digital department in Team Obama? 200 people worked on digital and 75 in the states
  • Calls are the first point for changing online to offline.
  • Our Candidate (Obama) is the best asset.
  • Why did you Email more and more? We focused on testing. Segmenting. Size of the E-Mail-Marketing-Team: 30 people. Test test test. Test what works. Test everything.

Gunter Dueck: Aufruf zum metakulturellen Diskurs

Wir schon vor zwei Jahren habe ich das Referat von Gunter Dueck sehr inspirierend gefunden. Seine Beurteilung der politischen Parteien kann ich nachvollziehen. Hingegen denke ich nicht, dass irgend eine Partei besser auf die künftige Generation und Herausforderungen vorbereitet ist.

Dueck hat oft vom Begriff des Ethnozentrismus gesprochen. Es ging auch da schlussendlich darum, sich mit anderen Menschen mit einem komplett anderen Bild der Zukunft unterhalten zu können. Und eine Ebene zu finden, wie diese unterschiedlichen Vorstellungen diskutiert werden können.

Felix Kolb: Mehr als Clicktivism: Mit strategischen Online-Kampagnen Politik verändern

Vortrag eher enttäuschend. Nicht viel inspirierendes. Der Referent hat sein Referat in acht Fragen aufgeteilt, welche er aus seiner Sicht beantwortet hat. Diese Fragen, welche er an Online-Kampagnen stellt, waren:
1. Wann ist deine Zeit?
2. Warum hängt nicht alles an dir?
3. Woher kommt deine Macht?
4. Welche politische Chancen nutzt du?
5. Worauf beruht deine Macht?
6. Wo findest du statt?
7. Wie ehrlich bist du?
8. Was vererbst du?

Kathrin Voss: E-Partizipation für NGOs – Chancen und Risiken online

Es wurden diverse Studien bezüglich Online-Partizipation diskutiert. Aussage: Nur weil Möglichkeiten zur Partizipation vorhanden sind werden diese nicht auch automatisch auch benutzt. Politiker denken, es sind immer etwa die gleichen, die mitmachen –> aktuell eher geringer Einfluss.

Josh Miles: Mobil-isierung: NGO-Strategien für das Handy

  • Vergleich der verschiedenen Möglichkeiten (Mobile Website, Apps, Hybrid Lösungen).
  • „Kostengünstige“ Alternative: Landingpage nur für Mobile.
  • SMS Marketing: Beispiele und Verwendungszwecke. Z.b. spenden und auch User Aktivieren für Offline Actions
  • No one size fits it all

Sascha Lobo: Überraschungsvortrag 2

Die Erwartungen sind natürlich immer hoch – Sascha Lobo versuche wie immer mit etwas Witz diesen zu genügend. Was nicht immer gelang. Ich lasse den ganzen Catcontent, der teilweise schon sehr belustigend war, weg und konzentriere mich auf das aus meiner Sicht Wesentliche. Während Lobo letztes Jahr das Jahr des Bloggens ausgerufen und ein Loblied auf den Blog angestimmt hat, ging es in diesem Jahr in dieser Richtung weiter. Er hat das Projekte reclaim.fm präsentiert. Seiner Meinung nach ist dies der Weg, den eigenen Blog zu stärken: Indem alles, was auf anderen Plattformen geshared, geliked und online gestellt wird auch auf dem eigenen Blog gespiegelt werden sollte. Inklusive der Beziehungen dahinter. Der Gedanke finde ich äusserst interessant. Eher zur Unterhaltung hat sein Projekt beigetragen, ein Logo für das Internet zu erstellen. Sein Vorschlag ist unter www.internet-logo.org abrufbar. Der Gedanke dahinter: Das Logo ist nicht schützbar und es ist mit ASCII-Zeichen darstellbar. Die Raute stellt das Netz dar, welches durch die beiden Klammern umgeben ist. Die beiden Klammern soleln die Welt darstellen. Nett.