Wirrer Traum – Eldorado für Traumdeuter

Meistens schlafe ich ja so tief und fest, dass ich mich nicht an Träume erinnern kann. Letzte Woche jedoch war eine Ausnahme – ich konnte den Traum nicht vergessen.

Es ging so: Ich war auf einem Container-Frachtschiff als Gast, unterwegs irgendwo im Atlantik. Mein gesamtes Hab und Gut hatte ich, wasserdicht verpackt in einem grossen Tüte aus Plastik, mit dabei. Als die Dämmerung einsetzte, bin ich im vollen Bewusstsein, absichtlich und ohne Angst ins Meer gesprungen und habe eine nahegelegene, einsame Insel angeschwommen. Als ich mich der Insel näherte, habe ich unter Wasser bereits verschiedene, in der Dunkelheit leuchtende Augen gesehen. Es waren irgendwelche Tiere, die mich angeschaut haben. Also ich beinahe da war, erkannte ich, dass es Alligatoren waren. Ich wollte gerade einen Fuss absetzen und schnell die Insel betreten, da entdeckte ich, dass die Insel vollständig von gefährlichen Alligatoren belagert war. Dann bin ich aufgewacht.

Variante wäre, dass mir dieser Traum eine aktuelle Situation verdeutlichen will. Nur sehe ich nirgends in meinem Leben die Alligatoren.

Die andere Variante ist die Verarbeitung meiner aktuellen Situation. Mit der wirren und unlogischen Kombination verschiedener Elemente, die mich beschäftigen. Da wären einerseits verschiedene neue Projekte in meinem Leben, welche schon ein Aufbrechen in neue Zeiten bedeuten könnten. Oder konkret zu den Alligatoren: Auf einer Facebook-Page, die ich betreue, hat letzte Woche jemand sinngemäss begründet, warum er uns nicht liken wird:

Ich würde eher einen Kopfsprung in einen See voller Alligatoren machen, als nur im Entferntesten daran zu denken, euch zu unterstützen.

Ich musste stark darüber lachen, denn ich fands witzig, dass sich jemand diese Mühe gemacht hat (wohl einer der Konkurrenz). Ohne dass ich will habe ich mir den Gedanken gemacht, was es wohl bedeutet, in einen See voller Alligatoren zu stürzen.

Ich kann mir vorstellen, dass Traumdeuter ihre helle Freude daran hätten, diesen Traum zu interpretieren. Ich mache es nicht. Denn ich halte nichts davon und denke eher an die Verarbeitung verschiedener Eindrücke meines Lebens, die unlogisch kombiniert wurden.