Einladung zur Vernisage

140 Twitter-Zeichen reichen nicht. Ich bekomme eindeutig zu wenig Einladungen für Kunstvernisagen. Sonst würde mich die Sprache nicht so faszinieren. Also zu den Details:

Künstler 1 (Skulpturen)
Ausgangspunkt ist eine plastische Formensprache, welche dem Betrachter den Geist des Ortes vermittelt. Ein Ruhepol entwickelt sich zur dynamische Expression im kontrastreichen Widerspruch einer sammelnden und orientierenden Form, welche sich in gleicher Weise dehnt und auflösen zu scheint. Die Auseinandersetzung mit dem Ort, die Suche nach dem adäquaten Verhältnis zwischen Körper und Aussenraum sowie die Entwicklung eines sich einbinden Ausdrucks ist der Antrieb des Künstlers. Dabei entstehen Skulpturen in gedanklich verlorener Tiefe. (Der Künstler) beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Formensprache und der Korrespondenz zwischen Form und Raum.

Künstler 2 (Malerei)
Farbe, Dynamik und die damit verbundene Ausdruckswelt fasziniert die Künstlerin seit Jahren. Ihre Arbeit als Managementcoach beeinflusst das Schaffen mit lebensphilosophischen Denkansätzen. Die Bilder erlauben eine Auseinandersetzung mit sich und der Welt, unterstützt durch Bildkompositionen und einer ganz individuellen Botschaft. (…) Die Künstlerin will ihre Betrachter zu einer Entdeckungsreise zu Schönheit, Sinnfindung und persönlichen Entwicklung einladen. Kunst entsteht im Einklang mit dem Betrachter.

Der letzte Satz finde ich noch beruhigend. Denn im Optimalfall bezahlt der Betrachter diese „Sinnfindung“ auch.

(Bild (c) by nahlinse/flickr.com)