Athen: Anreise und erster Tag

090921_athen_overviewAm Sonntag bin ich nach Athen geflogen. Ich werde die nächsten zwei Monate hier leben und arbeiten. Und natürlich auch regelmässig über meine Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse berichten/bloggen.

Die Hinreise verlief ohne Komplikationen. Die Erlebnisse stichwortartig:

  • problemloses check-in am Vorabend und Ausdruck der Boarding-Karte. Kein Anstehen bei der Gepäckaufgabe. Perfekt.
  • schwerbewaffnete Zöllner, die einen Mann suchen (Zitat Shop-Verkäuferin: er war gerade noch hier, jetzt weiss ich nicht, wo er ist)
  • deutsches Servier-Personal, das mich mit einem gequälten Grüzi begrüsst (müssen die das sagen?)
  • die irische Damen-Fussball-Nationalmannschaft auf Shopping-Tour in der Duty-Free-Area (Zitat Kiosk-Verkäufer: We are not the swiss money bank. We only accept one and two euro coins.)
  • eigentlich kein WLAN vor dem Gate (nichts mit twittern oder facebook status updaten). Aber bin mich ja ans offline-bloggen gewöhnt 😉
  • dämlichste Art, wie man mit der Flight Attendent ins Gespräch kommt: Wie oft sind Sie schon geflogen? (Fluggast vor mir)

Auch in Athen hat bis jetzt alles bestens geklappt. Jedenfalls hatte ich eine Schlafgelegenheit:

  • Lichtsignale sind nicht für die Fussgänger gemacht. Durchschnittliche Zustand Grün: 5 Sekunden
  • Rush-Hour: von 9 bis 10 am Morgen
  • im zentralen Park gibt es gratis WLAN. Im Gegensatz zum Hotel, in dem sie eine komplizierte Einrichtung haben und dafür auch noch Geld wollen.
  • Helm-Pflicht für Motorräder: soll es angeblich geben. Nach meiner Einschätzung halten sich etwa 60-80 Prozent daran. Was doch für unsere Verhältnisse sofort auffällt.
  • Wahlkampf: am 4. Oktober sind Wahlen. Die Amerikanisierung ist im vollen Gang. In der Schweiz kennen wir das zum Glück noch nicht so stark. Das Internet wird jedoch auch bei uns eine immer stärkere Bedeutung einnehmen. Aber die grossen, pompösen Wahlveranstaltungen sind doch erher ungewohnt. Da sind mir die einfachen Stände der kleinen Parteien doch etwas sympathischer.
  • Die Mentalität ist schon verschieden. Zeit hat eine andere Bedeutung. Schon das Mail letzte Woche von meinem Arbeitgeber hat mich erstaunt. Auf meine Frage, wann am Montag begonnen wird, antwortete er, ich könne kommen, wann ich wolle (any time). Auch am ersten Tag wurde kein grosser Druck aufgebaut. Ich hätte „plenty of time“. Ob das nur bei staatlichen/halbstaatlichen Unternehmen oder auch in der Privatwirtschaft so vor sich geht?
  • in gewissen Vierteln hat die Stadt ein mittleres Drogenproblem. Mein Arbeitskollege hat mir auch geraden, mich in diesen kleineren Parks nicht aufzuhalten.
  • die Griechen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wie fast jedes Volk, wenn man sich mit den richtigen Leuten abgibt.
  • in Athen sind zurzeit noch Fashion-Weeks. Im Hotel sind neben mir ca. 20 männliche und 30 weibliche Models untergebracht. Jedenfalls feiern diese relativ gerne, wenn sie nicht gerade an irgendwelchen Castings oder Fotoshootings teilnehmen. Bin also der Exot hier im Hotel 😉

Weitere Berichte folgen wie immer nach meinem Bedürfnis 😉