Irland: Ankunft und erste Tage

Seit Freitag bin ich nun in Irland. Die Gedanken über die Pünktlichkeit im letzten Post haben sich bewahrheitet. Unser Flieger hatte in Zürich ca. 50 Minuten Verspätung. Aber wie schon erwähnt, hat mich das keineswegs gestört.

Lustig war die Metro am Flughafen Zürich zum Dock E. Da waren Jodelgesänge, Alphörner und Kuh-Laute zu hören. Naja, wirklich Heimweh konnte das (noch) nicht bewirken. Obwohl ich denke, dass diese Sounds eher bei der Ankunft ertönen müssten, nicht bei der Abreise. Oder soll das Durchreise-Passagiere ermuntern, noch etwas in der Schweiz zu bleiben?

Empfangen wurde ich mit typisch irischem Wetter: Regen. Zurzeit gefällt mir das Wetter noch sehr gut. Temperaturen immer zw. 15 und 20 Grad, also sehr angenehm. Und an die ständigen Regenspritzer zwischendurch gewöhnt man sich.

Meine ersten beiden Nächte in Dublin habe ich in der Jugendherberge verbracht. Hier einige Bermerkungen zu Dublin:

  • Lichtsignal: immer noch sehr innovativ mit einem Countdown, wie lange es dauert, bis es grün wird (wie vor 2 Jahren).
  • Regen: allgegenwärtig. Beim Nachtessen sass ich mit Leuten zusammen, die sagten, sie hätten seit April genau einen regenfreien Tag genossen.
  • Temple-Bar: DAS In- und Ausgeh-Viertel in Dublin. Die Menschenmengen hier ist fast unvorstellbar. Es hat jenste Pubs, Shops und Imbissbuden. Die McDonalds, Burger-Kings, SuperMacs etc. beginne ich gar nicht erst zu zählen.
  • Weitere Sehenswürdigkeiten (1/2-Penny-Bridge, Christ-Church, Museums etc.) habe ich natürlich auch besucht. Aber dieses Blog ist ja kein Reiseführer 😉
  • Harry-Potter: am Freitag Abend habe ich den Hype miterlebt. Vor dem Buchladen war eine Riesenschlange am Warten. Am nächsten Tag hätte man gemütlich in den Shop laufen und das Buch kaufen können. Naja, Teenies halt 😉
  • Überwachung: wie schon vor 2 Jahren hat es überall Kameras. In den Kreuzungen hat es teils recht grosse Schwenkkameras. Meine (zugegeben paranoide) Angst vor all dieser Überwachung wird hier also gut genährt. So auch gestern Abend. Im TV war der Bericht über ein Mann, der seine Frau ermordet hat. Sie haben ihn überführt, weil sie anscheinend nach 2 Jahren noch nachweisen konnten, dass zur Tatzeit sein Handy in der gemeinsamen Wohnung war (-> er also nicht, wie behauptet, ausser Haus). Erschreckend. Werden die Handy-Standorte in der Schweiz auch während 2 Jahre geloggt? Ich denke und hoffe nicht.
  • Sonntag: zu vergleichen mit dem Samstag bei uns. Es wird gearbeitet, gehämmert etc. Sonntagsruhe gibt es nur beschränkt (was mich also „Tourist“ aber nicht wirklich stört).

Am Sonntag bin ich mit dem Bus nach Cork weitergereist. Werde bestimmt wieder mal berichten, was ich hier so erlebe.

PS: So viel Text. Ich hätte noch einige Photos. Doch ein Problem: mein Natel ist gestern auf der Busfahrt von Dublin nach Cork abgelegen. Keine Ahnung warum. Nach dem Pin-Code startet das Teil zwar normal auf, doch dann wird auf einmal der Bildschirm abgestellt oder nur noch die Balken links/rechts angezeigt. Sieht schwer nach Software-Fehler aus. Wenn mir jemand einen Tipp geben kann (Nokia): immer willkommen.