Namen merken

Es ist so eine Sache: das Merken von Namen. Der Mensch ist ein sehr soziales Wesen. Wenn man die Namen anderer Leute kennt, bedeutet das Interesse und Anerkennung der Person gegenüber. (Fast) jede/r freut sich darüber. Am einfachsten sind Aussagen wie „ich kann mir keine Namen merken“ bzw. „ich kann Namen schlecht merken“. Doch das stimmt in den meisten Fällen nicht. Ich bin sicher, dass das meist nur eine Sache des Willens und der Konzentration ist. Unser Gehirn ist sehr wohl dazu in der Lage.

Probiert es einmal aus: wenn ihr an einer Veranstaltung viele (oder auch wenige 😉 ) neue Leute trifft, merkt euch bewusst den Namen des Gegenübers. Bei vielen neuen Gesichtern ist es vorteilhaft, diese danach nochmals kurz für sich durchzugehen und zu repetieren (besonders bei schwierigen Namen). Am Ende kann man meistens alle mit Namen verabschieden. Das macht Eindruck und zeugt von einem gewissen Interesse.

Natürlich hat das ganze Namen-„Spiel“ auch seine Schattenseite. Die andere Person könnte verunsichert sein. Mir geht es auch so. Wenn mich jemand mit Namen anspricht, ich den Namen aber nicht kenne, denkt man: „den müsste ich also auch mit Namen kennen“. Dann bleibt es meist bei einem unpersönlichen „Hallo“ bzw. „Tschüss“. In diesen Fällen hat sich die Flucht nach Vorne bewährt. Einfach den eigenen Namen nennen, wenn die Person am Nachdenken ist. Und das Problem ist gelöst.

Wie ich darauf komme? Ich war am Freitag Abend an einer Veranstaltung, wobei ich die meisten Anwesenden ca. 2x pro Jahr sehe. Und ich war erstaunt, wie man nach einem halben Jahr noch viele Namen kennt. Besonders gut geht es, wenn man beispielsweise noch einen Beruf oder spezielle Interessen mit dem Gesicht verknüpfen kann. Dann beginnt das Networking im Kopf 😉