Absolute Frechheit im Thurbo

Nein, ich will nicht. Aber es ist unumgänglich, ein weiterer Post über die Verluderung der Gesellschaft zu schreiben.

Um es mit den Worten meines Kollegen auszudrücken: ich dachte, meine Augen lügen mich an, als ich das gesehen habe. Sonntag Nachmittag, heiss. Ich sitze im schönen, klimatisierten Thurbo-Regionalzug von Romanshorn nach Kreuzlingen. Plötzlich rieche ich Rauch, ich schaue mich um, und im Abteil hinter mir steigt Qualm auf. Ich stehe auf, schaue in das Abteil, und weise die zwei Frauen auf das Rauchverbot hin. Als sie mit einem laschen Ja antwortete, sagte ich noch, dass es mich stören würde. Sie hat darauf hin die Zigarette glücklicherweise ausgemacht. Erst im Nachhinein realisiere ich, was hier eigentlich abgelaufen ist. Und ich bin erstaunt, dass ich dabei nicht laut geworden bin.
Was für eine Dreistigkeit und Frechheit muss man für sowas an den Tag legen? Warum schauen alle die Meisten tatenlos zu? Als ich den Rücken zu ihr gekehrt habe, sagte sie leise: „ist ja wie Parfüm“.

Es ist schlimm, aber es gibt immer mehr Leute, die können die kleinsten Regeln nicht einhalten, die für unsere friedliches Zusammenleben so wichtig sind. Wenn wir gerade beim Zugfahren sind:
1. In deklarierten Raucherzonen (z.b. Zug) wird sicher nicht geraucht
2. Füsse werden nicht auf die Sitzpolster gesetzt. Ansonsten gibt es massenhaft Gratis-Zeitungen, die als Unterlage benutzt werden können.
3. Abfall, insebsondere Zigarettenkippen und dergleichen kommen in die dafür bereitgestellte Abfallbehälter. Und nicht auf das Gleis, den Boden oder sonstwo hin.
Wer einmal die Leute beobachtet merkt erst, wie wenig Menschen die obigen 3 kleinen Regeln befolgen. Müssen wir überall Plakate aufhängen und Polizisten private Sicherheitsdienste auffahren lassen?

Nur soviel: es geht bergabwärts.