Ireland: Strassenverkehr etc.

Mit einer Kampagne werden die Autofahrer darauf aufmerksam gemacht, wie viele Menschen auf gewissen Strecken in Irland sterben. Alle grossen Routen haben ein solches Schild:

killed people

Ansonsten übertreiben sie es etwas mit den Schildern und Hinweisen auf der Strasse. Vor jeder zweiten Kurve hat man leuchtende Pfeile, die man in der Schweiz nur an gefährlichen Stellen erwarten würde. Auch mit dem Wort ’slow‘ gibt es unzählige Schilder, oft ist das Wort auch auf die Strasse gemalt. Habe selber bemerkt, dass man mit der Zeit nicht mehr auf die Schilder „vertraut“, sondern nur noch auf sich selbst.

Bevor eine Sicherheitslinie beginnt hat es auf der Gegenfahrbahn Pfeile, die nach links zeigen. Dachten zuerst, es sei für falsch fahrende (=rechts fahrende) Touristen 😉 Wahrscheinlich aber nur ein Hinweis, dass man nun die Spur wechseln sollte.

Auch gibt es Kampagnen mit einem Jungen, der von der Plakatwand für vorsichtiges Fahren Werbung macht.

Weitere interessante Schilder sind z.B. „Prepare to stop“ (erscheint natürlich einige Meter vor einem Stop). Oder schlicht: „drive safe“ (keine Werbung, sondern offizielles Strassenschild) 😉

Dann gibt es noch die „lustigen“ Parkverbote bzw. Erlaubnisse. Ein P auf weissem Grund, umgeben von einem roten Kreis (in CH normalerweise ein Verbotsschild) bedeutet hier: man darf parken. Wenn dieses Schild durchgestrichen ist = Parkverbot.

Am Wochenende waren wir noch im Meer (ziemlich kalte Angelegenheit). Der Zugang zum Strand war mit Hinweisschildern bedeckt, die besagten, dass gefilmt werde. Jedenfalls sind wir trotzdem in die Wellen gegangen. Nach einer Zeit entdecken wir jemand, der vom Strand aus Photos von uns machte (mit einer professionellen Kamera). Anschliessend wollte er, dass wir eine Erklärung unterschreiben und ihm die Rechte für die Photos überlassen. Er photographierte für Irland-Tourismus und meinte, es hätte schöne Bilder für zukünftige Broschüren gegeben. Auch sahen wir Pferde am Strand entlang reiten (so halb im Wasser). Wahrscheinlich wurde ebenfalls für die Tourismusförderung etwas Material produziert…

Mit dem Essen kann ich sehr zufrieden sein. Einige meiner Kollegen können die Kartoffeln nicht mehr sehen. Ich bekomme zwischendurch auch Pasta, Fleisch, Gemüse etc. Kann mich also nicht beklagen. Ein Kollege aus Luzern wünscht sich zurzeit nichts sehnlicher als ein Wienerschnitzel. Und ein Italiener aus unserer Klasse hat die Iren als Kriminelle bezeichnet. Pizza in der Mikrowelle oder Lasagne mit Kartoffeln wild gemischt, sowas schmerzt einem Italiener 🙂 Wie gesagt, ich bin von solchen Dingen bis jetzt verschont geblieben.

Am Wochenende waren wir auch auf dem höchsten Berg Irlands („nur“ etwas über 1000 Meter). Die Aussicht war genial. Und die Einheimischen wurden in ihren Klischees bestätigt, dass Schweizer Berge mögen.