wirtschaft

Swisscom-Mobile: Treue-Dschungel

Am Samstag wollte ich es wieder einmal wissen: bekommt man als langjähriger Kunde zwischendruch wieder einmal ein neues Telefon? Seit meinem letzten Profitieren sind sicher 18 Monate vergangen. Ich habe es gleich als Gelegenheit genommen, mich über dieses ganze Rabatt-System zu informieren. Bei Swisscom-Mobile sieht es so aus:
Jeder Kunde ist in einer Rabattstufe. Die geht von A bis D. Dabei zählt einzig und alleine der Umsatz (der mit dem Rating A zahlt der Swisscom also sehr viel mehr als jemand mit einem D). Dieses Rating wird ständig angepasst, und man ist immer in irgend so einer Stufe (ich bin zurzeit im C).

Wenn man ein neues Telefon will, kann man zwischen 12 und 24 Monaten Vertragsverlängerung wählen. Je nach dem wird das Telefon dadurch erheblich günstiger. Nach Ablauf dieser Frist (minus 3 Monate) hat man wieder Anspruch auf eine Rabatt-Aktion (sprich: vergünstigtes Telefon). Ich habe mir nun gleich im Palm einen Termin auf den Januar 2008 gemacht: “neues Natel besorgen”.

Ich bin zum Schluss gekommen: wer nicht alle 24 Monate ein neues Telefon “abholt”, ist der Verlierer. Denn je früher man es abholt, desto eher beginnt die neue Mindestvertragslaufzeit zu laufen. Und desto früher hat man wieder Anrecht auf ein neues Telefon. Denn das Geld jeden Monat liefert man ja sowieso ab, ob mit oder ohne Mindestvertragslaufzeit.

Vorausgesetz: es kommt nicht so ein genialer Manager, der das ganze System in wenigen Monaten wieder über den Haufen schmeisst ;-)

Als ich im Swisscom-Shop die knapp Fr. 80.- für mein Telefon noch bezahlen wollte, ist ein SMS auf mein “altes” Natel reingekommen. Während ich es anschaue, antwortet der Verkäufer: “Gell, wir sind schnell”. Tatsächlich, die Swisscom bedankt sich für die Vertragsverlängerung, die Treue und das Vertrauen in das Unternehmen. Schöne neue Welt.

Ich steh auf China

Das ist nicht als persönliche Aussage gedacht. Ein Dozent hat eine kleine Umfrage zur Herkunft unserer Schuhe gemacht. Das Resultat (von ca. 70 Studenten):
ca. 10%: Europa
ca. 77%: China
übrige 13%: andere, asiatische Staaten

Ca. 90% unserer Schuhe sind also made in asia.

Unsere Post

Heute war ich wieder einmal auf der Post. Einen Versand für einen Verein kann man schlecht online machen.

Konnte dabei gerade einmal nachfragen, was mit der unzustellbaren Post passiert. Denn das letzte Mal habe ich diese Briefe zurückerhalten, ohne dass sie geöffnet wurden. Ich habe mich da schon gewundert, woher die meine Adresse kennen. Nun ist es so, dass die Briefe an die Poststelle zurück gehen, von der sie abgeschickt wurden. Und die würden dann wissen, wer sie aufgegeben hat (keine Ahnung woher). Es hat das letzte Mal jedenfalls geklappt.

Doch was merkwürdig ist: die Briefe wurden das letzte Mal vom Präsidenten des Vereins in Frauenfeld aufgegeben und kamen zu mir (Post Amriswil) zurück. Heute habe ich (Kassier) die Briefe in Amriswil aufgegeben und nehme an, sie würden auch zu mir (Amriswil) zurück kommen. Warum ich bei der Post registriert bin (und nicht unser Sekretär, der das normalerweise erledigt), weiss ich nicht.

Dann wollte ich wie gewohnt per Karte (EC) bezahlen. Als ich gerade die Karte in das Lesegerät einführen wollte, rief die Pöstlerin, sie würden nur Postcards akzeptieren. Was?? Ja, richtig gehört. Ich müsse nach draussen an den Postomat und dort Bargeld beziehen!! Zum Glück hatte ich den Betrag in Bar auf mir. Doch finde das nicht gerade benutzerfreundlich.

Kleinigkeiten

Vor einer Woche habe ich in St. Moritz einen Mercedes-Fahrer beobachtet, der sein Wagen mit Fr. 1.68.- teurem Bleifrei 95 betankt hat. Erstens: Was muss geschehen, dass einem solche Kleinigkeiten egal werden? Zweitens: Spielt hier der Markt zu wenig, dass die Preise derart teuer sind? Oder gibt es keine Nachfrage nach günstigerem Benzin?

tanken

Der Benzinpreis war zu diesem Zeitpunkt in unserer Gegend ca. Fr. 1.53.-.

Globalisierte Welt

Ich habe eine Schachtel Pralinen bekommen. Darauf steht: belgische Pralinen. Ich betrachte die Packung genauer. Folgende Erkenntnis:
- Die Pralinen wurden in Belgien hergestellt
- Die Hersteller-Firma hat ihren Sitz in Frankreich (Adresse der Firma auf der Packung)
- Die Pralinen wurden nachweislich in Deutschland erworben
- Die Pralinen wurden in der Schweiz verspeist

Welche Wege dieses Produkt genommen hat, ist mir unbekannt. Das besondere ist nur, dass 4 Länder darin vorkommen. Ich denke, dass diese französische Firma in Belgien eine Produktionsfabrik besitzt, welche die Pralinen direkt nach Deutschland ausliefert.

PTT-Nostalgie

Im Bündnerland habe ich einen alten Kleber der ehemaligen PTT (Post, Telefon, Telegrafie) entdeckt. Die (gute?), alte Zeit, in der wir noch per Kabel zwischen Festnetz-Stationen kommuniziert haben, ist definitiv vorbei. :-) Seit 1997 ist PTT Geschichte.

ptt

Wettbewerb und Menschen

Eine Diskussion mit einem Wirte-Ehepaar veranlasst mich, mir einige Gedanken zu Wettbewerb und Menschen zu machen. Und zwar hören sie nächsten Sommer mit dem Wirten auf. Die Präsenzzeit hat mich erstaunt, um 0800 morgens öffnet das Restaurant, die letzten Gäste gehen selten vor Mitternacht. Und das an 6 Tagen in der Woche. Freie Zeit bleibt kaum übrig. Auch muss noch ein Haushalt nebenbei geführt werden.

Ich habe Respekt vor solchen Menschen. Sie verkörpern echtes Unternehmertum, sie leben für das Unternehmen. Andererseits darf die Arbeit den Menschen auch nicht kaputt machen, Zeit für Erholung und sich selbst muss sein. Jeder selbständig Erwerbende weiss, dass er normalerweise mehr arbeitet als ein Angestellter, besonders in den ersten Jahren. Und Mindestarbeitszeiten, Arbeitnehmerschutz etc. gibt es (zum Glück) keine. Denn das würde die freie (und freiwillige) Entwicklung des Unternehmens stark gefährden.

Der Wettbewerb ist hart, auch im Gastgewerbe. Im beschriebenen Beispiel haben es die Unternehmer erreicht, die Umsätze zu steigern (zurzeit ca. 20-30 Mittagessen täglich). Das sei beim Vorgänger (ebenfalls Pächter) anders gewesen. Ich frage mich jedoch, ob der Ertrag den grossen Einsatz von Zeit rechtfertigt. Auch hier merke ich: diese Frage stellen sich echte Unternehmer nicht. Sie leben für ihre Unternehmung. Auch wollen Sie es ‘allen recht’ machen. Sprich: keine Kunden verlieren, auf deren Bedürfnisse eingehen usw. Da kann es schon vorkommen, dass man auf Kundenwunsch ausnahmsweise bereits um 0740 öffnet. Das ist bestimmt positiv, doch auch hier ist ein gesundes Mittelmass gefragt zwischen (eigener) Zumutbarkeit und Erfüllung der Kundenwünsche. Eventuell hängt sogar das Ueberleben der Unternehmung davon ab.

Wenn aufgrund eines Burn-Outs, extremem Schlafmangel usw. die Leistung abnimmt oder sogar auf 0 zurückgeht, ist der Schaden für die Wirtschaft grösser als wenn auch in andere Lebensbereiche genügend Zeit investiert wird.

Es ist zu hoffen, dass auch in Zukunft diese Art der Beschäftigung trotz (oder wegen?) grossem Einsatz attraktiv bleibt, ohne dabei Familie und Freizeit ganz zu vergessen. Dass die Ueberlebensrate von Neugründungen nach 4 Jahren bei 54% liegt zeigt auf, wie hart Wettbewerb sein kann (Meldung vom Bundesamt für Statistik).

Telemarketing

Unter diesem Begriff versteht man das Bewerben von Produketen per Telefon. Mit dem EGBG anti-telemarketing counterscript gibt es eine Möglichkeit, zurück zu schlagen. Weitere Informationen auf der Website ;-)

(erhalten via Hymnos)

Spass bei Seite. Die beiden ersten Fragen des Scripts stelle ich dem Verkäufer immer (bevor ich ihn abwimmle). Diese wären:
1. Mit wem spreche ich?
2. Können Sie mir sagen, wie Sie an diese Nummer gekommen sind?

Ist immer interessant (und beängstigend), wie diese Leute zu ihren Adressen kommen.

In letzter Zeit häufen sich diese Spam-Telefone nach meinem Empfinden. Einmal wurde ich sogar von einem Computer am anderen Ende begrüsst, der mich zur Teilnahme an einem Gewinnspiel bringen wollte (per Taste). Aergerlich …