Jan 25 2010

Bundesrat sucht Stelle

Letzte Woche wurde in der Thurgauerzeitung eine ganze Seite mit Stellengesuchen abgedruckt. Abgesehen von dieser Aussergewöhnlichkeit ist ein Inserat besonders aufgefallen. Es ist nicht von einem amtierenden Bundesrat, sondern von einem zukünftigen:


Jan 13 2010

Job: Nur für Frauen

Kürzlich ist mir ein Bild in die Hände gekommen, das ich während dem WK im Bündnerland gemacht habe. Und bemerkt, dass ich noch gar nicht darüber gebloggt habe. Und zwar hat ein Wirt jemanden (ursprünglich Geschlechtsneutral) für den Service gesucht:

jobinserat

Schwarz durchgestrichen sind die beiden Worte “einen oder” und der Schrägstrich am Schluss (vor in). Es ist klar: er hat sichs nochmals überlegt und will jetzt definitiv eine Frau. Und nein, ich fühle mich nicht diskriminiert.


Jul 21 2009

McDonalds: Die Eagles räumen auf

17072009756Vergangene Woche war ich in Mailand im McDonalds. Ja, um schnell noch ein Eis zu essen (McFlurry), bevor ich in den Zug nach Zürich gehuscht bin. Während dem Essen ist mir etwas aufgefallen: da sind mehrere Leute mit gleichen T-Shirts rumgelaufen, die aufgeräumt haben. Also Tische sauber gemacht, Tabletts wegegräumt, Boden gereinigt etc. Auf den Shirts stand: “Eagles Service”. Da hat sich bei mir unweigerlich die Frage gestellt:

Warum sind das keine McDonalds-Angestellten?

Natürlich kenne ich die Antwort. Andere Grosskonzerne machen das mit ihrem Reinigungspersonal auch. Sie outsourcen die “Drecksarbeit” an eine externe Firma. Vorteil: diese Firma kann noch schlechtere Löhne zahlen mit noch schlechteren Sozialleistungen dazu. Die Firmen meinen, sich damit aus der sozialen Verantwortung stehlen zu können. Sie stehen besser da (“Nein, wir beschäftigen keine Arbeiter mit einem Lohn von unter Fr. 3000.-”).

Genug Sozialkritik. Als überzeugter Verfechter der freien Marktwirtschaft einige grundlegenden Gedanken dazu:
1. Ja, das Verhalten der Firma finde ich persönlich schlecht. Firmen, die keine anständigen Löhne bezahlen, kritisiere ich. Firmen, die auf dem Buckel der Mitarbeiter sparen, missbillige ich. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Ob dies in diesem Fall gegeben ist, ist reine Spekulation, jedoch wahrscheinlich.

2. Die Alternative eines Staatseingriffs ist abzulehnen. Ich behaupte, der Staat kann diese sozialen Probleme noch schlechter lösen als die Marktwirtschaft. Im Gegenteil: er verursacht, wenn stärker in den Arbeitsmarkt eingegriffen wird (z.b. mit Mindestlöhnen) höchstens noch mehr Arbeitslose. Das ist in jedem Fall zu verhindern.  Die Beschäftigungspolitik ist und soll primär Sache des Unternehmens sein. Und ja, motivierte, gute und freundliche Mitarbeiter sind ein Wettbewerbsfaktor.

3. Ich bin überzeugt von der 4. Macht im Staat, den Medien. Es ist geradezu ihre Pflicht, solches Verhalten von Firmen anzuprangern. Es ist ihre Pflicht, die Firmen beim Namen zu nennen, öffentlich zur Diskussion aufzufordern, investigativ neue Entwicklungen und Probleme aufzuzeigen. Auch Blogger sollten echten Druck ausüben und in Mitteleuropa noch stärkeres Gewicht erhalten in dieser Frage.

4. Eigenverantwortung: ich bin auch überzeugt von der kontrollierenden Gesellschaft und der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Glauben Sie mir, ich werde in einem italienischen McDonalds kein Kunde mehr sein. Ich blogge nicht nur darüber, ich erzähle es auch meinen Kollegen und Bekannten (virales Marketing ;-) ). Vernichte ich Arbeitsplätze? Vielleicht. Andererseits erhalte ich die Stelle eines Eisdielen-Mitarbeiters, dessen Eis vielleicht etwas teurer ist. Das ist Wettbewerb. Kürzlich habe ich mir sogar einmal überlegt, einem Mitarbeiter einer FastFood-Kette ein Trinkgeld zu geben. Müsste jedoch einmal abklären, ob er es auch behalten dürfte, was ich ja schwer hoffe. Solche Massnahmen sind sicher wirkungsvoller als der Ruf nach mehr Staat.

5. Allgemein finde ich Fast-Food-Buden interessante “Biotope” menschlichen Verhaltens. Ich habe mir schon einige Male überlegt, temporär einen solchen Job anzunehmen. Rein wegen den Erfahrungen, die man machen könnte.

Meine Gedanken sind vielfältig. Ich konnte noch nicht alles in Worte fassen und niederschreiben. Insbesondere Punkt 2-4 würde ich noch gerne genauer und detaillierter begründen. Das Thema wird mich sicher noch weiter beschäftigten.


Jul 28 2008

Lidl-Werbung versteckt

Gelegentlich gibt es Werbe-Plakate, die mir speziell auffallen. Teilweise auch die verdächtig Unverdächtigen, wie die Kampagne von Lidl, die für neue Mitarbeiter wirbt:

Lidl-Werbung

Finde es noch raffiniert, damit vom langläufigen Image abzulenken. Mir ist das Plakat jedenfalls sofort aufgefallen. Ob ich mich damit befasst hätte, wenn das Lidl-Logo darunter abgebildet gewesen wäre, glaube ich nicht.


Jul 9 2008

IKEA – eine Erfahrung mehr

In gewissen Bereichen bin ich nicht immer vorne mit dabei. So war ich letzten Samstag doch das erste Mal in der IKEA. Nun war noch ganz interessant ;-) So z.B. dieses Schild in einer Ausstellung:

IKEA

“Toiletten befinden sich beim Restaurant”. Heutzutage weiss man ja nie…

Weitere Eindrücke:

IKEA

IKEA

Die Logistik, die hier im Hintergrund steht, ist schon beachtlich. Die Professionalität dieser Firma hat mich beeindruckt. Cool ist das Schweden-Image, das konsequent durchgezogen wird und sicher Teil des Erfolgs dieser Firma ist.

Kurz vor der IKEA haben wir es übrigens noch im Conforama versucht, was Passendes zu finden (beim Versuch ist es auch geblieben ;-) )). In der Tiefgarage sind trotzdem schöne Plakate aufgehängt:

Conforama

Der Vertipper zeigt eindrücklich, dass diese “schönen” Worte eigentlich niemanden interessieren:

Conforama

“Wir haben eine Partnerschaft mit useren Lieferanten, …”


Jun 28 2008

Mitten in Frauenfeld

Mit dem Slogan “Mitten in Frauenfeld” wirbt zurzeit das Einkaufszentrum Passage. Die Kampagne finde ich sehr gelungen. Sie fällt auf und man spricht darüber (was für Werbung per se positiv ist).

Werbung Passage


Jun 26 2008

20min: unvergleichlicher Vergleich

20min vergleicht am 25. Juni im Wirtschaftsteil verschiedene Anlageformen. Der Titel der Story: “Der erste Lohn: Etwas auf die Seite legen lohnt sich”. Darunter befindet sich folgende Vergleichstabelle:

20min Vergleich Sparen/Anlegen

Warum habe ich das Gefühl, dass ein bestimmtes Finanzinstitut diesen “neutralen” und “sachlichen” Beitrag mitfinanziert hat? Also von 1-Jahres-Kassenobligationen habe ich noch nie etwas gehört. Und was nützt der Vergleich (ausser dem gelben Riesen), wenn das Produkt gar nicht verbreitet ist??


Aug 8 2007

Mitarbeiter-Kategorien

Bei McDonalds gibt es hier in Irland anscheinend verschiedene Kategorien Mitarbeiter. Man kann sie über das T-Shirt identifizieren. Bei den einen steht “service with a smile”. Diese haben wahrscheinlich neu angefangen oder haben sich noch nicht ganz in der Karriereleiter hochgelächelt. Denn sonst wird man früher oder später Mitarbeiter des Monats. Wer das einmal war, darf das entsprechende T-Shirt tragen (“I am an employee of the month”). Ich dachte, die “Mitarbeiter des Monats” gäbe es nur in Amerika (der Film Super Size Me lässt grüssen). Hält das nun auch in Europa einzug?

Die dritte Kategorie Mitarbeiter ist wahrscheinlich etwas dazwischen. Auf deren T-Shirts steht: “Time me – I’m much faster then the others!”. Vielleicht will ich auch gar nicht wissen, was alles dahinter steckt und welche “pseudo-Konkurrenzkämpfe” hier stattfinden. Denn ich kann mir wahrscheinlich nur annähernd vorstellen, was das für Jobs sind und mit welchen Belastungen man da fertig werden muss.

PS: Kennt ihr das Buch101 Things To Do Before You Die“? Ich finde es sehr amüsant, ev. blogge ich später einmal darüber. Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass die Arbeit bei einer Fastfood-Kette auch ganz spezielle Einblicke in ein anderes Leben geben könnte und auf eine solche Liste gehören könnte…


Jun 18 2007

Feuerbrand 2007

Im Thurgau grassiert der Feuerbrand. Auch unweit der eigenen Haustür wird gerodet. Ein schwerer Schlag für Mostindien.

feuerbrand 2007


Oct 9 2006

Ab id Bömm!!

Früher war es bei uns DIE Herbstferien-Beschäftigung: Obsten bzw. Äpfel ab/auflesen. Nach einigen Jahren Absenz habe ich wieder einen Abstecker “id Bömm” gemacht. Und es hat sich einiges verändert. Während wir noch sog. Chratten mit uns herumtrugen (mit den entsprechenden Schulterschmerzen am Abend ;-) ), gibt es heute praktische Maschinen. Während früher mit einer Leiter die Äpfel oben abgelesen wurden, gibt es heute eine Art Hebebühne. Und um diese Maschine geht es:

obst-roboter

Diese Maschine wird dazu verwendet, die Äpfel oben abzulesen. Dabei stehen die Ableser auf einer Art Hebebühne, die rauf und runter gelassen werden kann. Die Maschine läuft ständig und selbständig, das Tempo kann angegeben und reguliert werden. Ebenfalls sind vorne zwei Laser eingebaut. Damit ist es möglich, dass die Maschine sich den weg selbst bahnt (immer schön zwischen den Bäumen). Der Bauer erklärt mir, dass es die am besten ausgelastete Maschine im Betrieb sei. Denn sie wird auch für das Bäumeschneiden, das Auspflücken (im Frühling) und das Spannen der Netze verwendet.

obst-roboter 2

Auf dem Gefährt haben 3 Boxen platz. Wenn eine voll ist, wird sie mit einem ausgeklügelten Mechanismus hinten herunter auf den Boden gelassen. Der Bauer sammelt am Abend alle Boxen in der Anlage ein. Einige weitere Bilder und Beschreibungen habe ich unter http://www.frustar.com/Produkte_Technik.htm gefunden (unterer Teil).

Der Antrieb wird mit einer Batterie gelöst. In der Nacht wird die Batterie aufgeladen, sie reicht dann locker einen Tag. Somit wird die Maschine auch noch ökologisch betrieben.

Ich bin begeistert. Durch den Einsatz dieser Technik wird die Effizent und Wirtschaftlichkeit gesteigert. Auch die Obstbauern nebenan setzen eine solche Maschine ein (eine etwas andere). Es scheint, als ob man ohne nicht mehr leben könnte. Auch in der Landwirtschaft kann man nicht stehen bleiben und muss sich ständig weiter entwickeln.

PS: Bomm = Baum (“thurgauisch”)