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Die Krux mit dem Verfechten

Am Wochenende wurde ich gefragt, was etwas verfechten bedeutet. Es ist wahrscheinlich eines der meist falschverstandenen Worte. Die zwei Personen waren gegenteiliger Ansicht. Ich bin mir sicher, dass es heisst, etwas zu verteidigen. Wenn ich ein Verfechter vom EU-Beitritt bin, will ich in die EU.

Dass man Verfechten mit dem Begriff “bekämpfen” gleichsetzt, kann ich noch verstehen. Nur ist es leider falsch. Ein Synonym wäre eher “verteidigen”.

Zufällig ist der Begriff gestern Montag erneut gefallen. Ein Kollege hat im Text eines Werbe-Flyers diesen Begriff vorgeschlagen. Als ich gesagt habe, dass dies mindestens 50% der Leute nicht oder falsch verstehen, haben wir das Wort wieder ersetzt. Es eignet sich nicht für den täglichen Gebrauch. Vorausgesetzt, man will von allen verstanden werden.

 

(c) Bild  by flickr/bichxa

Jason Fried: Why work doesn’t happen at work

Die legendären Ted-Konferenzen bringen immer wieder höchst interessante Referate. Jason Fried finde ich eine spannende Persönlichkeit. Seine Ansichten zur Arbeit und Organisation/Aufbau einer Firma sind alles andere als mainstream. So erklärt er in diesem kurzen 15-Minuten-Talk, warum Leute nicht gerne im Büro arbeiten. Mit drei coolen Tipps am Schluss für alle Manager :-)

Werbung: Auffallen für Gewürz

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Es ist wahrscheinlich noch schwierig, für ein Gewürz Werbung zu machen. Ob jetzt billig oder nicht: Hauptsache, es fällt irgendwie auf…

Bundesrat sucht Stelle

Letzte Woche wurde in der Thurgauerzeitung eine ganze Seite mit Stellengesuchen abgedruckt. Abgesehen von dieser Aussergewöhnlichkeit ist ein Inserat besonders aufgefallen. Es ist nicht von einem amtierenden Bundesrat, sondern von einem zukünftigen:

Werbung: beauty is nothing without brains

Diese Mercedes-Werbung ist einfach cool:

Job: Nur für Frauen

Kürzlich ist mir ein Bild in die Hände gekommen, das ich während dem WK im Bündnerland gemacht habe. Und bemerkt, dass ich noch gar nicht darüber gebloggt habe. Und zwar hat ein Wirt jemanden (ursprünglich Geschlechtsneutral) für den Service gesucht:

jobinserat

Schwarz durchgestrichen sind die beiden Worte “einen oder” und der Schrägstrich am Schluss (vor in). Es ist klar: er hat sichs nochmals überlegt und will jetzt definitiv eine Frau. Und nein, ich fühle mich nicht diskriminiert.

Unwort

Seit das Flyer-Drucken nicht mehr so teuer ist, macht das (fast) jeder Chüngelizüchterverein. Und diese Flyers liegen bei uns dann in den Pausen jeweils herum. Kürzlich z.B. diesen hier:
saeso

Man betrachte einmal den Titel. Ungeübte Leser brauchen da sicher eine halbe Ewigkeit, um das zu verstehen. Dann: was soll der a nach dem dritten ä? Ok, kann man vielleicht mit dem Dialekt begründen. Aber trotzdem: ich fände richtiges Schriftdeutsch ansprechender. Ist aber bestimmt ansichtssache. Vielleicht mache ich mir auch zuviele Sorgen um unser standardisiertes, allgemein verständliches Kommunikationsmittel.

Zum Glück habe ich noch nie ein schweizerdeutsches Blog gesichtet. Entweder gehöre ich nicht zu deren Zielpublikum oder es gibt sie wirklich nicht.