Aug
27
2006
Heute war der SlowUp. Im Oberthurgau sind grosse Teile der Strassen für den motorisierten Verkehr gesperrt worden. Die Richtung war vorgegeben, somit gab es (fast) keine Entgegenkommenden und keine gefährlichen Ausweichmanöver. Nur die gewissen Drängler und Raser, die meinen, sie müssen an einem solchen Tag die Schnellsten sein, sind aufgefallen. Doch die Meisten haben den Langsamverkehr wörtlich genommen. Der Rundkurs von ca. 40 Km Länge war fest in den Händen der Familien und Freizeitsportler:

Vom Regen wurden wir gänzlich verschont. Wahrscheinlich ist die Mitnahme eines Regenschutzes die beste Prävention. Denn man kommt ja meistens nur ohne Regenschutz in ein Gewitter
Auf der Strecke hatte es viele Velofahrer, Fussgänger und Skater. Die grosse Mehrheit war jedoch mit dem Velo unterwegs. In Romanshorn wurde ein spezieller Velo-Parkplatz eingerichtet, der auch rege genutzt wurde:

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Jul
2
2006
Nein, ich will nicht. Aber es ist unumgänglich, ein weiterer Post über die Verluderung der Gesellschaft zu schreiben.
Um es mit den Worten meines Kollegen auszudrücken: ich dachte, meine Augen lügen mich an, als ich das gesehen habe. Sonntag Nachmittag, heiss. Ich sitze im schönen, klimatisierten Thurbo-Regionalzug von Romanshorn nach Kreuzlingen. Plötzlich rieche ich Rauch, ich schaue mich um, und im Abteil hinter mir steigt Qualm auf. Ich stehe auf, schaue in das Abteil, und weise die zwei Frauen auf das Rauchverbot hin. Als sie mit einem laschen Ja antwortete, sagte ich noch, dass es mich stören würde. Sie hat darauf hin die Zigarette glücklicherweise ausgemacht. Erst im Nachhinein realisiere ich, was hier eigentlich abgelaufen ist. Und ich bin erstaunt, dass ich dabei nicht laut geworden bin.
Was für eine Dreistigkeit und Frechheit muss man für sowas an den Tag legen? Warum schauen alle die Meisten tatenlos zu? Als ich den Rücken zu ihr gekehrt habe, sagte sie leise: “ist ja wie Parfüm”.
Es ist schlimm, aber es gibt immer mehr Leute, die können die kleinsten Regeln nicht einhalten, die für unsere friedliches Zusammenleben so wichtig sind. Wenn wir gerade beim Zugfahren sind:
1. In deklarierten Raucherzonen (z.b. Zug) wird sicher nicht geraucht
2. Füsse werden nicht auf die Sitzpolster gesetzt. Ansonsten gibt es massenhaft Gratis-Zeitungen, die als Unterlage benutzt werden können.
3. Abfall, insebsondere Zigarettenkippen und dergleichen kommen in die dafür bereitgestellte Abfallbehälter. Und nicht auf das Gleis, den Boden oder sonstwo hin.
Wer einmal die Leute beobachtet merkt erst, wie wenig Menschen die obigen 3 kleinen Regeln befolgen. Müssen wir überall Plakate aufhängen und Polizisten private Sicherheitsdienste auffahren lassen?
Nur soviel: es geht bergabwärts.
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May
21
2006
Man kann sich darüber beklagen, doch nützen wird es nicht viel. Gestern Abend wartete ich beim Bahnhof Amriswil, der Warte-Saal war in katastrophalem Zustand:


Ein Kommentar ist überflüssig. Die ausgehängte Bahnhofsordnung liest sich wie ein Witz. Dort steht, was man am Banhof nicht alles darf. Es geht von “Rumhängen” über Rollschuhfahren bis zum Unterschriftensammeln. Auch “Wegwerfen und wildes Deponieren von Abfall” gehört dazu. Verstösse gegen die Hausordnung werden bestraft. Vorausgesetzt, man erwischt jemanden. Meine Ablehnung gegenüber stärkerer Videoüberwachung hinterfrage ich wieder kritischer.
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Apr
29
2006
Die SBB kontrollieren anscheinend die Velo-Ständer am Bahnhof Amriswil regelmässig. Gestern habe ich folgendes Velo entdeckt:

Wenn man sich nun einmal den Kosten bewusst wird, die nur schon für die Abfallbeseitigung und Behebung von Schäden durch Vandalen anfallen, sind das horrende Summen.
Im Kanton Thurgau ist übrigens das neue kantonale Abfallgesetz in der Vernehmlassung. Darin ist vorgesehen, dass neu Bussen für das sog. Littering (liegenlassen von Abfall) ausgesprochen werden können (bis zu Fr. 300.-). Die grossen Fragezeichen stellen sich hier natürlich bei der Durchsetzung eines solchen Gesetzes. Doch verharmlosen darf man die Problematik deswegen nicht. Die Stadt Frauenfeld gibt jährlich ca. Fr. 100’000.- für die Beseitigung des Strassenmülls aus. Schlussendlich ist es der Steuerzahler, der diese Mentalität bezahlen darf.
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Apr
20
2006
Es nicht gerade passend (ok, wann ist es das schon
), wenn in Rebstein (also zw. Heerbrugg und Altstätten) eine Stellwerkstörung auftritt. Denke, viele “Rheintal-Pendler” waren heute morgen in der besten Zeit (7:00/8:00) davon betroffen. Doch bereits in Rorschach war für mich Endstation. 20 Minuten warten auf einen Regionalzug bis Heerbrugg, dort auf einen Bus umsteigen bis nach Altstätten. Und dort wieder in einen Regionalzug bis nach Buchs. Die Verspätung hat schlussendlich 45 Minuten betragen. Alle Passagiere haben es jedoch sehr gelassen genommen. Man hörte auch Voten à la “ich hätte ja sowieso nichts Gescheites gemacht in dieser Zeit”. Naja
Meine verpasste Mechanik-Uebungslektion war zu verkraften, da es nur um das Lösen von Aufgaben ging, was auch Zuhause geht.
In solchen Situationen lernt man immer wieder interessante Leute kennen. So heute jemanden aus St. Gallen, der bei der Leica Geosystems in Herbrugg arbeitet (und somit die Busfahrt nicht in Anspruch nehmen durfte). Wir haben dann heute Morgen noch über Tokio und Japan gesprochen, da er dort kürzlich in den Ferien war. Abwechslung macht das Leben süss
Ich habe mich gefragt, was für solche “kleine Katastrophen” für eine Organisation vorhanden sein muss. Die Busse in Heerbrugg organisieren zum Beispiel (was aus meiner Sicht tadellos geklappt hat). Oder die Züge wieder an die richtigen Orte bringen, sie standen am Morgen ja dann irgendwo, nicht dort, wo sie sollten. Jedenfalls bin ich zufrieden: die Passagiere wurden immer informiert, und man hat das Ziel trotzdem noch in einer anständiger Zeit erreicht.
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Apr
12
2006
Nein, wir enthüllen keine Skandal-Geschichten. Hier geht es lediglich um das “Versteck” der Steckdosen in einem Thurbo-Zug. Wenn der Laptop mal externen Strom braucht (was bei mir im Zug noch nie vorgekommen ist), wäre eine Steckdose praktisch. Und die gibt es wirklich:

Gesehen? Wenn man jetzt im ersten Abteil oberhalb sitzt, reicht vielleicht sogar das Kabel. Oder sonst ist das schöne Prospekt-Tischli eine geeignete Unterlage.
Im abgeschlossenen Kästli des Tischlis hat es übrigens weitere Prospekte. Nur so als Info, da wir gerade am Aufdecken sind
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Apr
10
2006
Am Samstag Abend war ich im Regionalzug zwischen Weinfelden und Frauenfeld. Dabei ist in Märstetten jemand eingestiegen, der ein Abteil hinter mir Platz genommen hat. Er telefonierte.
Es gibt ja Leute, die denken, sie seien die coolsten, wenn sie coole Telefonate mit coolen Leuten führen dürfen. Darum macht man das in der Öffentlichkeit und ja nicht zu leise (natürlich auch nicht zu laut, so dass nicht jedermann diesen/meinen Verdacht hegen würde).
Zurück zum Samstag. Diese Person hat auch ein Telefonat geführt, und zwar ging es um Drogen. Zuerst hörte ich Worte wie Ecstasy, Speed und LSD. Später stellte sich heraus, dass er gerade mit einem 32-jährigen Junkie aus Luzern am pläuderlen ist, der ihm Fr. 2000.- schuldet und nicht bezahlten kann/will. Der Dealer redet ihm ein, dass das nicht gehe, man könne nicht immer Schulden machen und diese nicht zurück zahlen. Beschuldigt ihn. Sagt, dass sein “Hirni” vom Konsum kaputt sei. Dass er nicht mehr raffe, für was er sein Geld ausgebe. Dass er noch nie einen einen derartigen Junkie gesehen habe, und er habe schon im Niederdörfli, in Oerlikon etc. gewohnt. Dass sein Leben mit 32 Jahren kaputt sei. Und dann hat er während 15 Minuten mit ihm diskutiert, warum er nun sein Geld wirklich wolle.
Anschliessend hat er noch mit seinem Lieferanten gesprochen und gesagt, dass er das Geld vom Junkie erhalten werde. Aber wenn dieser (Junkie) so weitermache, habe er seinen Job auf dem Bau wohl bald nicht mehr, da er derart kaputt und abhängig von den Drogen sei.
Was mich erschreckt hat, neben dem Gespräch an sich; dass er das alles scheinbar ohne Probleme so in der Öffentlichkeit besprechen konnte. Ich verziche auf weitere Kommentare. Ich denke stark darüber nach, über die beteiligten Personen, deren Probleme und Situation.
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Feb
22
2006
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Jan
3
2006
Die Bedeutung der Landessprachen ist klar im Rückgang. Habe wieder ein Beispiel entdeckt. Und zwar sind in den Thurbo Regionalzügen die SOS-Schilder in Deutsch und Englisch angeschrieben:

Voraussichtlich im Mai wird dann das Thurgauer Volk darüber entscheiden, welche Bedeutung Fremdsprachen in der Volksschule haben. Dann kommt die Initiative “Nur eine Fremdsprache an der Primarschule” zur Abstimmung. Die Initianten bekennen sich offen zur Verbannung des Französischen an die Oberstufe. Und für die Einführung von Frühenglisch in der Primarschule. Die Initiative will vorerst nur den Grundsatz-Entscheid, dass nicht zwei Fremdsprachen in der Primarschule unterrichtet werden. Entsprechende Bewegungen sind im ganzen Land im Gang (http://www.sprachenfrage.ch).
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Nov
21
2005
Wenn kurz vor 18:00 ein Schnellzug in Romanshorn stehen bleibt, ist das ziemlich ärgerlich. Wenn die steckengebliebenen Pendler dann meinen, sie müssten alle den Thurbo (Regionalzug) Richtung Weinfelden/Zürich besteigen, kann das nicht gut gehen. Habe noch nie einen derart vollen Regio gesehen. Etliche Passagiere mussten in Romanshorn warten, da im Zug kein Platz mehr war. Die meisten haben es gelassen genommen. Und die gestresste Frau, die um Ihren Anschluss in Weinfelden bangte, hat ihren Ärger nach kurzer Zeit auch in ein Lächeln verwandelt. Ganz nach dem Motto: “gschäch nüt schlimmers”.
Aber das typische, klischee-hafte Bild einer vollgestopften, japanischen Bahn muss man mal erlebt haben
Leider ist meine Digi-Cam heute aus unerklärlichen Gründen zuhause geblieben…
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