gesellschaft

Jahres-Ausblick: Holstee Manifesto

Per Zufall hat mich der Leu wieder an das Holstee Manifesto erinnert. Mit meinen Worten: Es ist eine Schrift zum Glück (siehe unten).

Ich habe das Manifesto zum Anlass genommen, etwas jetzt in die Tat umzusetzen, über das ich schon längere Zeit nachdenke. Und zwar ein Portrait-Projekt. Ich werde in den nächsten Tagen mehr dazu schreiben.

Hier noch die filmische Umsetzung des Manifesto. Finde ich auch sehr gelungen:

Jahresrückblick 2011

Die Thurgauerzeitung von gestern bestand aus einem einzigen Jahresrückblick. Praktisch keine News, daher ist die Zeitung schnell ins Altpapiert gewandert.

Wer wirklich noch zurück blicken will: Es gibt bedeutend interessantere Jahresrückblicke. Mein aktueller Favorit: Zeitgeist 2011 von Google:

Klar, eine Zeitung kann solche Emotionen nicht transportieren. Gerade deswegen sollte sie sich vielleicht auf Anderes konzentrieren.

Grundsatz: mit den Leuten zusammenarbeiten

Bei Gesprächen in dieser Nacht wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, mit den Menschen zu sprechen, Sie ernst zu nehmen und in Entscheide einzubeziehen. Zusammenarbeit heisst nicht befehlen, sondern zusammen weiter zu kommen. Das Buch Leadership von General Rick Hillier (ein kanadischer General, der über seine Führungsgrundsätze schreibt) hat das am besten auf den Punkte gebracht: It’s all about people. Ich bin überzeugt, dass bei Misserfolgen diese Weisheit zu wenig bis gar nicht beachtet wurde. Ohne motivierte, mitdenkende Mitstreiter erreicht man nichts.

Beispiel 1: Feuerwehr Frauenfeld
Das Gespräch mit einem ehemaligen Angehörigen der Feuerwehr Frauenfeld zeichnet ein düsteres Bild. Er ist seit einiger Zeit nicht mehr dabei, weil sie ihn quasi zwingen wollten, Gruppenführer zu werden. Er war in seiner Funktion als Soldat sehr zufrieden und motiviert. Der Druckversuch von oben hat ihm die Lust genommen. Konsequenz: Die Feuerwehr verliert einen sehr fähigen, top motivierten Kameraden. Gewinn: nichts.  Gerade auch bei unteren Positionen ist es wichtig, sehr gut qualifizierte Leute zu haben. Es ist nicht nötig, jeden hinaufzubefördern, wenn er das gar nicht will. Der Umgang mit Druck ist eine sehr heikle Angelegenheit. Wenn er motiviert und fördert, ist das gut. Oft verärgert, belastet und demotiviert er.

Beispiel 2: Postauto
Ich unterhalte mich mit der Postautofahrerin. Sie beschwert sich darüber, dass man bei der Post entweder macht was einem gesagt wird oder sonst gehen muss. Das Bedürfnis von Mitarbeitern, mitzugestalten, sich einzubringen und Veränderungen anzustossen ist anscheinend zu wenig möglich. Obwohl ich wetten würde, es steht irgendwo in einem Leitbild, das nicht gelebt wird. Konkret ging es um zwei Routen, die sich über einen gewissen Streckenabschnitt decken. Nun war ihr verboten, einen Fahrgast an einer Haltestation auszuladen, die nicht in ihrem Plan war sondern in der anderen Linie. Obwohl sie sowieso da durchfahren würde und es praktisch keinen Mehraufwand wäre. Es zeigt: die Leute aus der Praxis sind meist pragmatischer, lösungsorientierter und kundenorientierter als gewisse Schreibtischtäter. Sie sollten in die Prozesse direkt eingebunden werden. Zudem haben Sie die vollen Konsequenzen (Reklamationen) zu tragen.

Mentalitätsunterschiede
Auch beim Feuerwehr-Beispiel habe ich gehört, dass das Vorbild aus Zürich kommt. Dort laufe das im professionellen Umfeld so. Ich merke je länger desto mehr: es gibt einen Mentalitätsunterschied zwischen Zürchern und Thurgauern. Wir mögen Befehle nicht sonderlich, sondern werden lieber in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. In Zürich ist das anscheinend anders. Auch wenn das Ziel schlussendlich das selbe ist: es kommt auf den Ton an, wie man etwas sagt.

Fazit
Vielen ist nicht bewusst, dass sie auf den Goodwill der Mitarbeiter angewiesen sind. Ohne die Leute, die den Wagen ziehen, läuft überhaupt nichts. Wenn sie nicht zufrieden sind, Entscheide nicht nachvollziehen oder von (auch persönlichen) Problemen geplagt werden, leidet die Organisation. Wer das versteht, hat grosse Chancen auf Erfolg. It’s all about people.

Einladung zur Vernisage

140 Twitter-Zeichen reichen nicht. Ich bekomme eindeutig zu wenig Einladungen für Kunstvernisagen. Sonst würde mich die Sprache nicht so faszinieren. Also zu den Details:

Künstler 1 (Skulpturen)
Ausgangspunkt ist eine plastische Formensprache, welche dem Betrachter den Geist des Ortes vermittelt. Ein Ruhepol entwickelt sich zur dynamische Expression im kontrastreichen Widerspruch einer sammelnden und orientierenden Form, welche sich in gleicher Weise dehnt und auflösen zu scheint. Die Auseinandersetzung mit dem Ort, die Suche nach dem adäquaten Verhältnis zwischen Körper und Aussenraum sowie die Entwicklung eines sich einbinden Ausdrucks ist der Antrieb des Künstlers. Dabei entstehen Skulpturen in gedanklich verlorener Tiefe. (Der Künstler) beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Formensprache und der Korrespondenz zwischen Form und Raum.

Künstler 2 (Malerei)
Farbe, Dynamik und die damit verbundene Ausdruckswelt fasziniert die Künstlerin seit Jahren. Ihre Arbeit als Managementcoach beeinflusst das Schaffen mit lebensphilosophischen Denkansätzen. Die Bilder erlauben eine Auseinandersetzung mit sich und der Welt, unterstützt durch Bildkompositionen und einer ganz individuellen Botschaft. (…) Die Künstlerin will ihre Betrachter zu einer Entdeckungsreise zu Schönheit, Sinnfindung und persönlichen Entwicklung einladen. Kunst entsteht im Einklang mit dem Betrachter.

Der letzte Satz finde ich noch beruhigend. Denn im Optimalfall bezahlt der Betrachter diese “Sinnfindung” auch.

(Bild (c) by nahlinse/flickr.com)

re:publica XI: Design Thinking

Vom 13. bis 15. April fand in Berlin die re:publica XI statt, die Konferenz über Blogs, Soziale Medien und die Digitale Gesellschaft. Etwas verspätet erscheinen auf diesem Blog einige Artikel dazu.

Die erste Keynote an der re:publica XI wurde von Philipp Schäfer zum Thema “Design Thinking” gehalten und stand unter dem Zeichen: Design ist zu wichtig, dass wir es den Designern überlassen können. Der Referent ist mit dem guten Beispiel einer an Gicht erkrankten Frau eingestiegen. Und zwar hätten sie diese gefragt, ob sie Probleme beim Nehmen ihrer Medikamente hätte. Obwohl sie klar Nein sagte, wurde sie längere Zeit begleitet. Es resultierte die Einsicht, dass sie die Brotmaschine für die Öffnung der Medikamenten-Dosenflasche verwenden musste. Ein klassisches Beispiel eines Designs, das nicht so verwendet wird, wie es ursprünglich gedacht war. Kurz: es geht um die Frage: wie arbeiten die Menschen wirklich? Wissen wir, wie es im Alltag wirklich läuft? Die Antworten kriegt man nur durch eine Möglichkeit: raus zu den Leuten und beobachten.

Stichwortartig weitere Aussagen, die ich aufgefasst habe:
- Schon Einstein hat gesagt: Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.
- Design ist menschlich. Es muss sich an den Menschen orientieren.
- Für die besten Lösungen müssen viele Ideen generiert werden, viele davon weggeschmissen und viele Fehler gemacht werden.
- Stellen wir uns ernsthaft die Frage: Was ist die grösste Herausforderung unserer Zeit?
- Wir müssen Menschen verbinden und Netzwerke schaffen, um Probleme zu lösen. Aber: wo genau liegen die Stärken der Masse/Gemeinschaft? Und wo auch nicht?
- Geld ist nicht der richtige Motivator. Es ist die intrinsische Motivation und Kreativität. Leidenschaft zählt.
- Ideen wollen gesammelt und geteilt werden.
- Es braucht Plattformen, um gemeinsam an Herausforderungen zu arbeiten. Es braucht nicht nur das Bewusstsein sondern auch die konkrete Umsetzung.
- Beispiel openideo.com: Plattform fürs Ideensammeln im Netz
- Beispiel von design thinking: Human centered design toolkit

Fazit: viele waren enttäuscht von dieser Session. Trotz etlichem negativen Feedback habe ich das Thema und die Denkansätze jedoch sehr interessant gefunden. Der Referent ist rhetorisch gewöhnungsbedürftig. Was nicht heisst, dass er schlecht war.

Neujahrsbesuch bei Grosi

Nun nicht wirklich die grosse Story, die ich heute erzähle. Es sind nur zwei Bilder. Darauf zu sehen: meine Grossmutter (84). Die Geschichten von früher finde ich interessant. Ich muss sie definitiv öfters besuchen. Weitere Bilder….

Jason Fried: Why work doesn’t happen at work

Die legendären Ted-Konferenzen bringen immer wieder höchst interessante Referate. Jason Fried finde ich eine spannende Persönlichkeit. Seine Ansichten zur Arbeit und Organisation/Aufbau einer Firma sind alles andere als mainstream. So erklärt er in diesem kurzen 15-Minuten-Talk, warum Leute nicht gerne im Büro arbeiten. Mit drei coolen Tipps am Schluss für alle Manager :-)

pl0gbar Konstanz #1

Was als erstes auffällt in Konstanz: die Glühweinzeit aka Weinachtsmarkt ist eröffnet. Die entsprechende Stimmung mit den Menschenmassen ist auch am ersten Abend vorhanden, was ich nicht ungern habe.

Nichts desto trotz haben wir uns in einer kleinen Runde im Münsterhof getroffen, um die erste pl0gbar in Konstanz durchzuführen. Der (Stamm-)Tisch hätte noch Platz für weitere Leute geboten, die Gespräche waren aber wie gewohnt spannend in dieser kleinen aber feinen Runde. Anwesend waren noch: @suseswelt, @miradlo und @badespassbarbie

Was mir noch aufgefallen ist: es gibt etliche Leute, die alleine in ein Restaurant sitzen und was trinken oder essen. Wenn ich in dieser Situation wäre fände ich es cool, mit anderen Leuten zusammen zu sein. In anderen Kulturen würde das wohl kaum vorkommen. Bei uns bleibt die Skepsis und Angst vor Verkäufern und flirtwilligen (hab ich mir sagen lassen). Ich habs daher auch gelassen, hier Leute ungewollt zusammen zu bringen :-)

Weitere Themen waren: ab wann ist man ein Nerd, wie heissen die Brücken in Konstanz, wie kann man sich in Konstanz verirren, wo ist die Gefängniszelle und wie teuer ist ein Schwarztee. Und noch einiges mehr.

Kurz: coole Leute, witzige Gespräche, ich freu mich auf die nächste pl0gbar Konstanz. Und vielleicht auf etwas mehr Teilnehmer, obwohl wie immer Quantität und Qualität nicht zu verwechseln sind.

Die nächsten Termine zum merken:

- 11. Dezember, 15.00 Uhr: TweetUp auf dem Konstanzer Weihnachtsmarkt
- 26. Januar 2011: pl0gbar Konstanz #2

Man liest sich.

Soziale Kontakte und Vereinsamung

Soziale Kontakte - ein Handschlag auf dem Fischmark in Hamburg, Sommer 2010

Die Welt verändert sicht. Insbesondere, wie wir leben, arbeiten und Kontakte pflegen. Gestern hatten wir eine spannende Diskussion darüber. Die Thesen:

1. Leute haben keine Zeit mehr. Die Verkäuferin im Laden kann mit den Kunden keine Gespräche mehr führen, Dorfläden verschwinden. Treffpunkte sozialen Lebens verkommen zu reinen Dienstleistungsbetrieben oder verschwinden komplett. Hätten wir mehr Raum für solche Dinge, würden sich viele sozialen Probleme lösen.

2. Neue Medien erleichtern soziale Kontakte im realen Leben. Menschen, die damit nicht umgehen können oder sich dem Wandel verweigern, verlieren. Sie vereinsamen und verlieren den Anschluss.

Ich sehe das nicht schwarz und bin der Meinung, dass es noch nie so einfach war, neue Leute mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen. Je stärker ich neue Medien nutze, desto öfters resultieren daraus soziale Kontakte im realen Leben. Bis vor kurzem habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht und bin davon ausgegangen, dass soziale Kontakte etwas fast Selbstverständliches sind. Doch je länger ich darüber nachdenke komme ich zum Schluss, dass ich falsch liege. Subjektiv gesehen muss es eine schweigende Mehrheit sein, die anders lebt. Sollte ich mir mehr Zeit nehmen, um Kontakte zu Leuten zu pflegen, die ich nicht via Facebook/Twitter/SMS innert Sekunden erreichen kann? Ja. Ein Telefonat hat auch im Web2.0-Zeitalter noch eine Bedeutung, wie auch eine handgeschriebene Karte die meisten Menschen hoch erfreut.

Ein Kollege ist Krankenwagen-Fahrer. Er steuert seine Gedanken bei, wie Leute in den ersten Tagen im Spital viel Besuch bekämen, ab der 2.-3. Woche aber ständig alleine sind. Ich frage mich, wie schwach ein soziales Netz sein muss, damit sowas passiert. Oder könnte mir das auch passieren?

Szenenwechsel. Ich verlasse heute das Büro und treffe unterwegs auf die alte Frau, die noch den letzten, nicht von unserer Firma in Beschlag genommenen Raum des Hauses bewohnt. Ich nehme mir 10 Minuten Zeit, mit ihr zu sprechen. Sie sieht kaum mehr, ist fast blind. Die einzige Aufgabe ist einmal im Tag den Briefkasten zu leeren. Sie sagt, wir seien heute speziell ruhig gewesen – sie hätte sich wie alleine auf der Welt gefühlt. Ich kann mir das kaum vorstellen – sich einen Tag lang alleine fühlen? Ihre Tochter wohnt 2 Km entfernt. Trotzdem: ihre einzigen sozialen Kontakte scheinen gelegentlich wir zu sein, dann der Arzt und der Taxifahrer, der sie zum Arzt fährt. Ich will mir nicht vorstellen, wie einsam solche Leute sind. Wie viele davon unbemerkt in unserer Gesellschaft leben. Und was sie jeden Tag machen und denken.

Ich ertappe mich oft, wie ich in Gedanken oder der Zeitung versunken meine Mitmenschen vernachlässige. Ich meine damit nicht Familie und Freunde. Sondern die alltäglichen Menschen, die im selben Haus wohnen oder unterwegs und in der Bahn anzutreffen sind. Für einen Gruss reicht es immer – aber mehr? Die Diskussionen der letzten Tage veranlassen mich, wieder etwas bewusster durch die Welt zu gehen. Mit staatlichen Mitteln lassen sich diese imensen sozialen Aufgaben nicht bewältigen. Es liegt an uns, täglich und ohne Aufsehen einen kleinen Beitrag zu leisten – für die Gesellschaft, in der wir leben.

Barcamp Bodensee: Kurz-Bericht

Wie heisst es so schön: besser spät als nie. Ich schreibe doch noch einige Worte zum Barcamp Bodensee, das am 5./6. Juni in Konstanz stattgefunden hat. Obwohl schon einige Wochen seither, denke ich oft an diesen coolen Event zurück. Die Leute im Orga-Team waren einfach super, die Zusammenarbeit hat richtig Spass gemacht. Die Aspekte, die mir besonders aufgefallen sind:

Kompetenzen verschieben sich
Es ist interessant zu sehen, wie teilweise völllig untechnische Leute Sessions über technische Themen besuchen oder gar selbst halten. Die inhaltliche Vernetzung war höchst spannend, die Quote der IT-Leute nimmt bei solchen Anlässen nach meinem Gefühl immer mehr ab (in absoluten Zahlen natürlich nicht). Weiter gedacht bestätigt dies die bekannten Konsequenzen auch für die Berufswelt: es gibt in gewissen Themenbereichen Spezialisten, die sich das Wissen einfach so und teilweise zum Spass aneignen. Das Wissen ist frei verfügbar. Es wird in der Zukunft unbestritten wichtig sein, wie man mit diesem Wissen und Informationen umgeht und umgehen kann. Es wird immer eine kleinere Bedeutung haben, welche Ausbildung man abgeschlossen hat (vorausgesetzt man hat eine abgeschlossen und weiss, was lernen bedeutet). Die Möglichkeiten sind gross, die Entwicklung so rasant, dass auch “neue” Leute sich in Nischen spezialisieren können.

Sponsoren
Hier einfach ganz grosses Dankeschön in Globo. Es hat mich natürlich gefreut, auch viele Schweizer Firmen als Sponsoren gesehen zu haben (dies wären holidaycheck.com, stit.ch, memonic.com, namics.ch, delinat.ch und brack.ch)

Sessions

Speziell erwähnen möchte ich einige Sessions, die mir in Erinnerung geblieben sind:
- Software-Entwicklung unter Android: witzig war, dass wir fast alle die selben Erfahrungen gemacht haben (ausprobiert aber irgendwo gescheitert). Die Session war Motivation, es nochmals zu versuchen. Es ist echt nicht schwierig und funktioniert auch :-)
- Scrum: Erfahrungen und Austausch dazu, siehe Bild links.
- Die youtube-karaoke-session von leumund. Hier ist besonders die Innovationskraft hervorzuheben. Ich habe zwar schon einige impro-Vorträge gesehen, aber ohne Vorbereitung youtube videos synchronisieren, das habe ich noch nie gemacht. Toll: es hat niemanden gestört, auch wenn die Vorstellungen teilweise mehr als peinlich waren (so beurteile ich zumindest meinen kurzen Auftritt :-) ) Aber wen störts, wir sind alles Menschen, probieren Dinge aus und können scheitern. That’s life.

Menschen

Die Menschen, die durch diesen Anlass angezogen wurden, sind speziell. Sie sind web affin und haben dadurch einen offenen Zugang zu neuen Technologien. So machen insbesondere auch Tools und Dienste noch mehr Spass, die sonst nur in ebendiesen speziellen Kreisen Verbreitung finden (z.B. Twitter und Foursquare). Wenn man plötzlich von vielen solchen Leuten auch räumlich nah umgeben ist, ist das eine andere Art von Kommunikation, die sich etabliert. Diese Kommunikation zu erleben, den Sprung von der online Welt in die Reale noch einen Tick intensiver zu gestalten, gefällt mir. Wo ich mich normalerweise aufhalte begegne ich nicht so vielen Leute, die sich über solche Web-Dienste im höchsten Grad sozialisieren. Das Erlebnis ist immer wieder neu, total vernetzt und einfach anders.

Mehr habe ich nicht notiert, ich freue mich bereits auf die hoffentlich nächste Ausgabe im 2011.