beobachtet

Regenbogen

Zurzeit haben wir oft Regenbögen am Abend. Am Mittag ist das Wetter s**t nicht optimal. Gegen Abend wird es aber richtig schön, zwischendurch jedoch mit etwas Nieselregen. Am Dienstag sah ich dabei einen sehr deutlichen Regenbogen (Anfang und Ende am Boden, ununterbrochen). Am Mittwoch, als ich meine Kamera wieder dabei hatte, war er nicht mehr so gewaltig:
rainbow

Dann ist mir eine klassische Kinderfrage durch den Kopf gegangen: warum ist der Regenbogen eigentlich rund? Habe einem Mann zugehört, wie er es jemandem erklärt hat: “Da ist Sonne und Regen gleichzeitig”. Nach dieser Erklärung fragte ich mich, ob das nur innerhalb dieses Bogens passiert? Oder was ist dazwischen etc. Auch fragte ich mich, ob Grösse und Form konstant sind. Oder nur ähnlich?

Ich denke, eine einfache “Kinderantwort” gibt es dafür nicht. Aber ein guter Artikel in der Wikipedia (besonders Abschnitt Hauptregenbogen):
http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogen

Ist einigermassen verständlich. Wer trotzdem eine “einfach Kinderantwort” kennt, kann gerne einen Kommentar hinterlassen.

Eine irische Legende besagt, dass man dem Regenbogen folgen soll. Dort wo der Regenbogen auf dem Boden auftrifft befinde sich ein Wicht mit einem wertvollen Schatz.

English

Natürlich lerne ich hier in Irland auch einige Worte English (genau genommen wächst mein Vokabel-Heft um ca. 10-15 Wörter pro Tag). Meine Highlights hier in einer kleinen Auflistung:

  • the bobby oder the peeler: umganssprachlich für den Polizisten; Ursprung ist bei beiden Begriffen der englische Premierminister, der die Polizei in England eingeführt hat. Er hiess Robert Peel.
  • breadwinner: der “Ernährer”, der “Brotverdiener”
  • porter: das schwarze Bier (Guiness ist nur ein Firmenname); Ursprung ist angeblich das Vorurteil, dass Portiere öfters betrunken waren …
  • Dann gibt es noch Worte, die kein Mensch braucht:

  • to spanghew: drückt die Tätigkeit aus, einen Frosch gewalttätig in die Luft zu schleudern
  • to defenestrate: etwas aus dem Fenster werfen

Manchmal eine abenteuerliche Sprache ;-)

The man who sued God

Steve Myers ist ein glücklicher Fischer irgendwo in Australien. Doch eines Tages schlägt ein Blitz in sein Boot, es wird zerstört. Nun will er von der Versicherung Ersatz, da das Boot versichert war. Doch diese lehnt ab, mit der Begründung, es sei ein “act of God” (Höhere Gewalt). Da beschliesst er, Gott anzuklagen. Und wer vertritt Gott auf Erden? Richtig, die katholische Kirche. Und für diese gibt es nur einen Ausweg: zu beweisen, dass Gott nicht existiert.

Wer jetzt einen religionskritischen Film erwartet, sieht sich getäuscht. Denn die Kritik geht hauptsächlich an Versicherungen, die mit fadenscheinigen Argumenten versuchen, keine Zahlung zu leisten. Beispielsweise fällt die Begründung, es sei kein “vorhersehbares” Ereignis. Auch kritisiert der Film indirekt das amerikanische System, in dem solche Prozesse möglich sind. Als Folge dieses Prozesses sind übrigens Ausnahme-Klauseln wie die erwähnte verboten worden (der Film beruht auf wahren Tatsachen).

Ich weiss nicht, ob es eine deutsche Version dieses Films gibt. Der schottische Akzent des Hauptdarstellers ist manchmal etwas schwer zu verstehen. Es gibt klar bessere Filme, aber die Idee und die mit Ironie verpackte Kritik sprechen doch für ein abschliessend gutes Urteil.

Filminfo bei der IMDB: http://imdb.com/title/tt0268437/

Lola rennt

Einer der besten deutschen Filme ist meines Erachtens “Lola rennt”. Obwohl bereits einige Jahre alt (1998), nach wie vor ein genialer Film.

Es geht um einen Wendepunkt im Leben von Lola. Ihr Freund Manni hat 100’000 Mark verloren, sein Boss will das Geld in 20 Minuten zurückhaben. Manni will ein Geschäft ausrauben. Lola muss sich entscheiden. Sie muss handeln, reagieren. Was soll sie machen? Im Film werden 3 verschiedene Szenarien dargestellt. Bei den ersten beiden stirbt entweder sie oder ihr Freund Manni, die dritte Version ist das Happy-End. Interessant ist nun, dass alles Auswirkungen auf das Leben anderer hat. Die Aktionen der anderen Personen haben wiederum Auswirkungen auf die Möglichkeiten von Lola. Schlussendlich sieht man, dass die ganze Welt zusammenhängt.

Gut werden auch die anderen Personen dargestellt. Beispielsweise die erste Frau, die Lola beim vorbeirennen streift. Gerade danach wir das weitere Leben dieser Frau in kurzen Sequenzen abgespielt. Man sieht, jeder ist in der selben Situation. Und auch unsere Taten haben Auswirkungen auf das Leben der anderen.

Oder der Mann mit dem Fahrrad. Er fragt die rennende Lola, ob sie sein Fahrrad wolle. Sie lehnt ab. In kurzen Fotos sehen wir danach sein weiteres Leben, er wird er von anderen Personen (den Eigentümern des Fahhrads?) zusammengeprügelt. Er lernt daraufhin (im Spital?) eine Frau kennen, sie heiraten. Wenn Lola das Angebot angenommen hätte, hätte sein Leben ganz anders ausgesehen.

An dieser Stelle kann noch auf den sogenannten Butterfly-Effekt verwiesen werden. Dieser sagt aus, dass ein einziger Flügelschlag eines Schmetterlings das Wetter für immer verändern kann (http://en.wikipedia.org/wiki/Butterfly_effect)

Wenn wir uns überlegen, welche Auswirkungen unsere alltäglichen, kleinen Entscheidungen haben, sieht man, wie komplex unserer Welt ist. Das Ablehnen oder Annehmen eines Angebots kann diese Welt verändern. Lola rennt zeigt deutlich und spannend auf, zu was Zeit und Zufall fähig sind.

Wessen Glück ist grösser?

In der letzten Weltwoche (Nummer 11 vom 17. März) erschien ein Artikel über das Erforschen von Glück. Eine Passage scheint mir höchst interessant:

Letztlich müsste eine Regierung einfach die richtigen Daten erhalten, damit sie eine Politik macht, die ihren Bürgern grösstmögliches Glück verspricht. Das dürfte allerdings schon daran scheitern, dass kaum ermittelbar ist, was das gesamte Glück der Gesellschaft steigert. Wenn Homosexuelle heiraten dürfen, macht sie das glücklich, aber einer Reihe anderer Leute passt das nicht. Wessen Glück ist grösser? Ausserdem bleibt unklar, ob zwei dasselbe fühlen, wenn sie sagen, sie seien glücklich (…).

Ein lesenswerter Artikel mit interessanten Denkansätzen.

Telemarketing

Unter diesem Begriff versteht man das Bewerben von Produketen per Telefon. Mit dem EGBG anti-telemarketing counterscript gibt es eine Möglichkeit, zurück zu schlagen. Weitere Informationen auf der Website ;-)

(erhalten via Hymnos)

Spass bei Seite. Die beiden ersten Fragen des Scripts stelle ich dem Verkäufer immer (bevor ich ihn abwimmle). Diese wären:
1. Mit wem spreche ich?
2. Können Sie mir sagen, wie Sie an diese Nummer gekommen sind?

Ist immer interessant (und beängstigend), wie diese Leute zu ihren Adressen kommen.

In letzter Zeit häufen sich diese Spam-Telefone nach meinem Empfinden. Einmal wurde ich sogar von einem Computer am anderen Ende begrüsst, der mich zur Teilnahme an einem Gewinnspiel bringen wollte (per Taste). Aergerlich …

Freiwilligenarbeit

Stellenanzeiger für Freiwilligenarbeit
SG: www.benevol-sg.ch
TG: www.freiwilligenzentrum.ch

Gesucht werden auch Leute für die Mitarbeit bei OpenSource-Projekten: http://sourceforge.net/people/