Barcamp Bodensee #bcbs13: Menschen, Emotionen und Vielseitigkeit

Anfangs Juni haben wir erneut ein Barcamp Bodensee organisiert. Mit rund 100 Teilnehmern sind die Besucherzahlen vergleichsweise eher tief gewesen, doch die Gründe und warum ich das auch nicht so wichtig finde, habe ich bereits in einem anderen Post beschrieben. Im Gegenteil: Es war eine optimale Grösse mit toller, familiärer Atmosphäre. Und wie auch da schon geschrieben: Es wird das, was wir daraus machen. Und es war wirklich sehr cool.

Die Sessions waren unterschiedlich, mehrheitlich jedoch sehr gut und interessant. So z.B. die Session über Google Analytics von @katrinmathis oder die Security Session von @musevg (ja, Misstrauen gegenüber Huawei und deren Surf-Sticks ist berechtigt). Oder die Diskussionsrunden über Facebook, lokale Zeitungen/Bürgerinformation, Selling Innovation as a Startup, Suizid, Whiskey oder was auch immer.

Die Ironblogger-Session war der Anlass, die Ironblogger Bodensee zu gründen. Wir haben übrigens eine Woche später letzten Sonntag mit den Ironblogger Schweiz nachgezogen.

Unvergesslich auch die Werwolf-Sessions und die Impro-Theater-Session am Abend. Das Schlüpfen in andere Rollen kann wirklich unerwartet viel Spass machen. Selten so Tränen gelacht wie an diesem Wochenende. Kathleen ist es scheinbar genauso gegangen.

Auch interessant war die Session von @cytrap zum Thema Weblogs. Auf was muss man achten, um mit dem  Blog Erfolg zu haben? Was fördert das Sharing? Stichtwortartig die Zusammenfassung, auch wenn vieles bekannt sein dürfte:

  • Ziel: Was verfolgt ihr für ein Ziel mit dem Blog? Verkauf? Branding? Einfach nur aus Spass? Setzt euch ein Ziel und versucht es zu messen.
  • Eine gute (sprich: auch Google-freundliche) headline besteht aus weniger als 60 Zeichen.
  • Sprache: Wörter mit weniger als 7 Zeichen werden schneller gelesen
  • Kurze Absätze machen. Wichtige Wörter fett hervorheben.
  • Leute beginnen links oben zu lesen. So ist es besser, an dieser Stelle einen Text zu platzieren anstatt ein Bild. Das Bild bekommt sowieso Aufmerksamkeit, auch wenn es nicht an erster Stelle steht. Darum dies nutzen, um links oben Aufmerksamkeit auf Wörter zu lenken.
  • Google analytics ist nicht immer relevant. Z. B. Wenn das Ziel der Aufbau von Reputation ist können die Ziele unter Umständen anders gemessen werden.
  • Knowledge transfer: links sind wichtig. Besonders auch zu anderen Blogs und eigenen Posts.
  • Kommentare beantworten, den Lesern Aufmerksamkeit geben
  • Deutschsprachige Leser kommentieren nicht oft. Im Vergleich zu Amerikanern. Ist einfach so 🙂
  • Das Verwenden eines bekannten Brands im Titel generiert Aufmerksamkeit und fördert das sharen

Die besuchten Sessions zusammengefasst: Witzig, unterhaltsam, inspirierend, vielfältig und einfach genial.

Alle Bilder befinden sich übrigens unter http://www.flickr.com/photos/thomasgemperle/sets/72157633905033656/

Es wurde auch von anderen viel über das Barcamp gebloggt, z.B. von Hubert („Unglaublich, was ich dort wieder alles gelernt habe, unglaublich, was für wahnsinnig hilfsbereite, positiv eingestellte tolle Menschen man jedes Mal wieder auf Barcamps trifft“), Kischtrine („Mein erstes Barcamp. Und es war richtig toll!“) oder Simone („Es war eines der schönsten Barcamps, die ich bis jetzt miterlebt habe und es war sicherlich nicht mein letztes.“)

Die Planung für die Ausgabe 2014 hat bereits begonnen. Und auch für dieses Jahr wird es wohl nicht mein letztes Barcamp gewesen sein.