Song of the month: Griechische Musik

In diesem Monat war ich ja noch einige Tage im Norden Deutschlands unterwegs. Ich habe da auch griechische Kollegen besucht und wir haben uns auch wieder über Musik ausgetauscht – dabei bin ich auf einen Song aufmerksam gemacht worden, der in Griechenland seit letztem Dezember in den TopTen ist. Schnörkelloser Pop, optimal um Gedanken nachzuhangen. Zumal der Text für mich nicht verständlich ist.

Zum Text vielleicht noch: Entgegen der meisten griechischen Songs geht es hier nur am Rande um die Liebe. Die Botschaft ist etwa, dass keine Erwartungen vorhanden sind. Die besungene Person wird zwar geliebt, doch der Sänger lebt in seiner eigenen Welt. Er sieht es pragmatisch: Die Tage vergehen – morgen ist ein neuer Tag mit neuen Ideen.

Barcamp Bodensee: Kurz-Bericht

Wie heisst es so schön: besser spät als nie. Ich schreibe doch noch einige Worte zum Barcamp Bodensee, das am 5./6. Juni in Konstanz stattgefunden hat. Obwohl schon einige Wochen seither, denke ich oft an diesen coolen Event zurück. Die Leute im Orga-Team waren einfach super, die Zusammenarbeit hat richtig Spass gemacht. Die Aspekte, die mir besonders aufgefallen sind:

Kompetenzen verschieben sich
Es ist interessant zu sehen, wie teilweise völllig untechnische Leute Sessions über technische Themen besuchen oder gar selbst halten. Die inhaltliche Vernetzung war höchst spannend, die Quote der IT-Leute nimmt bei solchen Anlässen nach meinem Gefühl immer mehr ab (in absoluten Zahlen natürlich nicht). Weiter gedacht bestätigt dies die bekannten Konsequenzen auch für die Berufswelt: es gibt in gewissen Themenbereichen Spezialisten, die sich das Wissen einfach so und teilweise zum Spass aneignen. Das Wissen ist frei verfügbar. Es wird in der Zukunft unbestritten wichtig sein, wie man mit diesem Wissen und Informationen umgeht und umgehen kann. Es wird immer eine kleinere Bedeutung haben, welche Ausbildung man abgeschlossen hat (vorausgesetzt man hat eine abgeschlossen und weiss, was lernen bedeutet). Die Möglichkeiten sind gross, die Entwicklung so rasant, dass auch “neue” Leute sich in Nischen spezialisieren können.

Sponsoren
Hier einfach ganz grosses Dankeschön in Globo. Es hat mich natürlich gefreut, auch viele Schweizer Firmen als Sponsoren gesehen zu haben (dies wären holidaycheck.com, stit.ch, memonic.com, namics.ch, delinat.ch und brack.ch)

Sessions

Speziell erwähnen möchte ich einige Sessions, die mir in Erinnerung geblieben sind:
- Software-Entwicklung unter Android: witzig war, dass wir fast alle die selben Erfahrungen gemacht haben (ausprobiert aber irgendwo gescheitert). Die Session war Motivation, es nochmals zu versuchen. Es ist echt nicht schwierig und funktioniert auch :-)
- Scrum: Erfahrungen und Austausch dazu, siehe Bild links.
- Die youtube-karaoke-session von leumund. Hier ist besonders die Innovationskraft hervorzuheben. Ich habe zwar schon einige impro-Vorträge gesehen, aber ohne Vorbereitung youtube videos synchronisieren, das habe ich noch nie gemacht. Toll: es hat niemanden gestört, auch wenn die Vorstellungen teilweise mehr als peinlich waren (so beurteile ich zumindest meinen kurzen Auftritt :-) ) Aber wen störts, wir sind alles Menschen, probieren Dinge aus und können scheitern. That’s life.

Menschen

Die Menschen, die durch diesen Anlass angezogen wurden, sind speziell. Sie sind web affin und haben dadurch einen offenen Zugang zu neuen Technologien. So machen insbesondere auch Tools und Dienste noch mehr Spass, die sonst nur in ebendiesen speziellen Kreisen Verbreitung finden (z.B. Twitter und Foursquare). Wenn man plötzlich von vielen solchen Leuten auch räumlich nah umgeben ist, ist das eine andere Art von Kommunikation, die sich etabliert. Diese Kommunikation zu erleben, den Sprung von der online Welt in die Reale noch einen Tick intensiver zu gestalten, gefällt mir. Wo ich mich normalerweise aufhalte begegne ich nicht so vielen Leute, die sich über solche Web-Dienste im höchsten Grad sozialisieren. Das Erlebnis ist immer wieder neu, total vernetzt und einfach anders.

Mehr habe ich nicht notiert, ich freue mich bereits auf die hoffentlich nächste Ausgabe im 2011.

Coiffure-Gespräche

Meine Blog-Themen stapeln sich – daher will ich beginnen, die Dinge abzuarbeiten, über die ich gerne schreiben möchte.

Kürzlich (letzten Monat) war ich wieder einmal bei meinem Coiffure. Und die Gespräche sind immer ziemlich tiefgründig. Er sagt zwar, dass er keine Ahnung von den Dingen und der Welt habe diese aber durch seine Kunden lerne. Seine Thesen und Aussagen sind meistens ziemlich gewagt – aber die Gedanken gefallen mir. Zum Beispiel:

Wir sollten Aktien von Deoherstellern kaufen. Grund war eine Diskussion über das Rauchverbot. Er war der Meinung, dass durch das Rauchverbot die körperlichen Geruchsemissionen in gewissen Räumlichkeiten steigen würden (was ich bestätigen kann). Dass dadurch aber mehr Deodorants verkauft werden, da bin ich mir nicht sicher. Wo er hingegen recht hat: das Geschäft mit Deodorants ist sicher ziemlich krisenresistent.

Was Hänschen nicht lernt lernt Hans sowieso. Dieser Spruch finde ich je länger desto richtiger. Wir haben uns über die Zukunft und die gebotenen Möglichkeiten unterhalten. Und dass dieser Spruch in ursprünglicher Form Schwachsinn ist. Ich erinnere da gerne an meine ehemalige Englisch-Lehrerin. Ihr Motto war: “It’s never too late”. Sie wollte uns damit zwar nur zum lernen motivieren, doch in vielen Fällen wird dies stimmen. Wenn etwas wirklich erreicht werden will, das Ziel verfolgt wird und man sich dafür einsetzt, ist vieles möglich. Zudem ändert sich unsere Welt viel zu schnell. Berufsbilder und Wissen verändert sich derart stark, dass es immer wieder neue Chancen gibt.

Frauen und Multitasking-Fähigkeit. Frauen sind oft Thema der Gespräche. Mein Frisör meint, dass Frauen nur aus einem Grund Multitasking-Fähigkeit nachgesagt wird: weil sie nicht Singletasking-Fähig seien. Sprich: sie können sich gar nicht auf eine Sache so “richtig” konzentrieren. Ich habe eigentlich genug über die “populärwissenschaftlichen” Abhandlungen zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau gelesen und gehört. So richtig überlegt habe ich mir das aber nie.

PS: Der Coiffure schneidet nebenbei auch die Haare super :-)