Jul
25
2007
Seit gestern bin ich ein stolzer Besitzer einer irischen Mobile-Nummer. Für €59.- habe ich ein Nokia 1600 (ok, ein rechter Rückschritt verglichen zu meinem “alten”, defekten Teil) erhalten. Dazu noch €40.- Guthaben, wenn man sich online registriert.
Das hat mich verwundert: in der Schweiz hat man ein riesiges Theater gemacht, als man die Pre-Paid-Handys nicht registrieren musste. Die Schweiz wäre angeblich eine Terroristen-Hochburg, da diese oft mit Schweizer mobiles kommunizieren würden. Hier in Irland kann ich jedoch in einen Vodafone-Shop reinspazieren und alles was der Verkäufer wissen will, ist Name und Geburtsdatum. Diese Angaben schreibe ich auf eine Art Kassenzettel und er tippt es ab (ohne iregendwelche Überprüfung). Weder einen Ausweis will er sehen noch eine Adresse haben. Etwas erstaunt ob der Geschwindigkeit war mein Handy-Kauf sehr schnell abgewickelt.
Um das Guthaben zu erhalten, habe ich gelesen, müsse man sich auf www.vodafone.ie registrieren. Als ich mich dort einlogge (Passwort per SMS bekommen) sehe ich, dass das Guthaben bereits gutgeschrieben wurde. Als ich dann mein Mobile registrieren wollte, kam die Meldung, dass es bereits registriert wurde.
Nun, dann schaue ich einmal unter Details, was denn bereits registriert wurde. Und da steht folgendes:

Abgesehen davon, dass er meinen Namen klein und auch noch falsch vom Zettel abgetippt hat, hat der Verkäufer die anderen Angaben gemäss meinen Angaben (ich hab ihm gesagt, dass ich von der Schweiz sei und warum ich das Telefon benötige) oder willkürlich (Email Address) ausgefüllt. Nun freiwillig gebe ich natürlich keine persönlichen Daten ein. Anscheinend ist das hier in Irland auch nicht nötig, was mich sehr überrascht hat.
Jedenfalls bin ich wieder erreichbar, kann SMS schreiben und anständig mit meinen Mitmenschen kommunizieren.
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Jul
23
2007
Seit Freitag bin ich nun in Irland. Die Gedanken über die Pünktlichkeit im letzten Post haben sich bewahrheitet. Unser Flieger hatte in Zürich ca. 50 Minuten Verspätung. Aber wie schon erwähnt, hat mich das keineswegs gestört.
Lustig war die Metro am Flughafen Zürich zum Dock E. Da waren Jodelgesänge, Alphörner und Kuh-Laute zu hören. Naja, wirklich Heimweh konnte das (noch) nicht bewirken. Obwohl ich denke, dass diese Sounds eher bei der Ankunft ertönen müssten, nicht bei der Abreise. Oder soll das Durchreise-Passagiere ermuntern, noch etwas in der Schweiz zu bleiben?
Empfangen wurde ich mit typisch irischem Wetter: Regen. Zurzeit gefällt mir das Wetter noch sehr gut. Temperaturen immer zw. 15 und 20 Grad, also sehr angenehm. Und an die ständigen Regenspritzer zwischendurch gewöhnt man sich.
Meine ersten beiden Nächte in Dublin habe ich in der Jugendherberge verbracht. Hier einige Bermerkungen zu Dublin:
- Lichtsignal: immer noch sehr innovativ mit einem Countdown, wie lange es dauert, bis es grün wird (wie vor 2 Jahren).
- Regen: allgegenwärtig. Beim Nachtessen sass ich mit Leuten zusammen, die sagten, sie hätten seit April genau einen regenfreien Tag genossen.
- Temple-Bar: DAS In- und Ausgeh-Viertel in Dublin. Die Menschenmengen hier ist fast unvorstellbar. Es hat jenste Pubs, Shops und Imbissbuden. Die McDonalds, Burger-Kings, SuperMacs etc. beginne ich gar nicht erst zu zählen.
- Weitere Sehenswürdigkeiten (1/2-Penny-Bridge, Christ-Church, Museums etc.) habe ich natürlich auch besucht. Aber dieses Blog ist ja kein Reiseführer
- Harry-Potter: am Freitag Abend habe ich den Hype miterlebt. Vor dem Buchladen war eine Riesenschlange am Warten. Am nächsten Tag hätte man gemütlich in den Shop laufen und das Buch kaufen können. Naja, Teenies halt
- Überwachung: wie schon vor 2 Jahren hat es überall Kameras. In den Kreuzungen hat es teils recht grosse Schwenkkameras. Meine (zugegeben paranoide) Angst vor all dieser Überwachung wird hier also gut genährt. So auch gestern Abend. Im TV war der Bericht über ein Mann, der seine Frau ermordet hat. Sie haben ihn überführt, weil sie anscheinend nach 2 Jahren noch nachweisen konnten, dass zur Tatzeit sein Handy in der gemeinsamen Wohnung war (-> er also nicht, wie behauptet, ausser Haus). Erschreckend. Werden die Handy-Standorte in der Schweiz auch während 2 Jahre geloggt? Ich denke und hoffe nicht.
- Sonntag: zu vergleichen mit dem Samstag bei uns. Es wird gearbeitet, gehämmert etc. Sonntagsruhe gibt es nur beschränkt (was mich also “Tourist” aber nicht wirklich stört).
Am Sonntag bin ich mit dem Bus nach Cork weitergereist. Werde bestimmt wieder mal berichten, was ich hier so erlebe.
PS: So viel Text. Ich hätte noch einige Photos. Doch ein Problem: mein Natel ist gestern auf der Busfahrt von Dublin nach Cork abgelegen. Keine Ahnung warum. Nach dem Pin-Code startet das Teil zwar normal auf, doch dann wird auf einmal der Bildschirm abgestellt oder nur noch die Balken links/rechts angezeigt. Sieht schwer nach Software-Fehler aus. Wenn mir jemand einen Tipp geben kann (Nokia): immer willkommen.
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Jul
20
2007
Die Züge der SBB sind ja (meistens) pünktlich. Trotzdem lässt die Information der SBB kaum zu wünschen übrig. In Buchs habe ich diese Woche mehrmals beobachtet, wie sogar eine Verspätung von lediglich einer Minute angezeigt wird:

Da kann ja niemand mehr nervös werden, mit all diesen exakten Informationen. Ich werde heute einmal schauen, wie es mit dem Flug nach Irland aussieht. Doch auch hier können mich allfällige Verspätungen und Wartezeiten nicht aus der Ruhe bringen (die empfohlene Abfertigungszeit wird mit 2.5 Stunden angegeben).
PS: Gestern sind wir übrigens bereits nach Kairo geflogen
Sehr empfehlenswerte und spezielle Atmosphäre.
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Jul
2
2007
Neulich bin ich auf www.21oktober.ch aufmerksam gemacht worden. Die Seite ist parteipolitisch unabhängig und hat das Ziel, die Jungen zum Wählen zu bewegen. Die kleinen Filmli auf der Startseite sind jedenfalls nicht schlecht gemacht. Und stellen die richtige Frage: wenn man im Alltag in unserer individualisierten Gesellschaft immer alles (aus)wählen will, warum nicht auch wenn es um die Zukunft der Schweiz geht? Eben.
Also: am 21. Oktober ab an die Urnen. Besonders auch die jüngere Generation.
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