Namen merken
3 Jun 2007
Es ist so eine Sache: das Merken von Namen. Der Mensch ist ein sehr soziales Wesen. Wenn man die Namen anderer Leute kennt, bedeutet das Interesse und Anerkennung der Person gegenüber. (Fast) jede/r freut sich darüber. Am einfachsten sind Aussagen wie “ich kann mir keine Namen merken” bzw. “ich kann Namen schlecht merken”. Doch das stimmt in den meisten Fällen nicht. Ich bin sicher, dass das meist nur eine Sache des Willens und der Konzentration ist. Unser Gehirn ist sehr wohl dazu in der Lage.
Probiert es einmal aus: wenn ihr an einer Veranstaltung viele (oder auch wenige
) neue Leute trifft, merkt euch bewusst den Namen des Gegenübers. Bei vielen neuen Gesichtern ist es vorteilhaft, diese danach nochmals kurz für sich durchzugehen und zu repetieren (besonders bei schwierigen Namen). Am Ende kann man meistens alle mit Namen verabschieden. Das macht Eindruck und zeugt von einem gewissen Interesse.
Natürlich hat das ganze Namen-”Spiel” auch seine Schattenseite. Die andere Person könnte verunsichert sein. Mir geht es auch so. Wenn mich jemand mit Namen anspricht, ich den Namen aber nicht kenne, denkt man: “den müsste ich also auch mit Namen kennen”. Dann bleibt es meist bei einem unpersönlichen “Hallo” bzw. “Tschüss”. In diesen Fällen hat sich die Flucht nach Vorne bewährt. Einfach den eigenen Namen nennen, wenn die Person am Nachdenken ist. Und das Problem ist gelöst.
Wie ich darauf komme? Ich war am Freitag Abend an einer Veranstaltung, wobei ich die meisten Anwesenden ca. 2x pro Jahr sehe. Und ich war erstaunt, wie man nach einem halben Jahr noch viele Namen kennt. Besonders gut geht es, wenn man beispielsweise noch einen Beruf oder spezielle Interessen mit dem Gesicht verknüpfen kann. Dann beginnt das Networking im Kopf
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Jun 04, 2007 @ 12:12:14
Willen und Konzentration sind das eine, es gibt aber Leute die mehr Mühe haben als andere. (Und *wieder* eine Gelegenheit über meine Gebrechen zu berichten):
Ich konnte im Vorschulalter die Namen meiner 3 Schwestern nicht auseinander halten. Für den Kindergarten wusste ich nicht wie die Farben heissen. In der Schule dauerte es bei jeder neuen Klasse ca. ein halbes Jahr bis ich die Namen meiner Mitschüler kannte. Beim Diktat hatte ich immer schlechte Noten, egal wie lange ich büffelte.
Einen Moment lang dachte ich mir, dass ich einfach zu Dumm bin um mitzuhalten. In der Sekundarschule dann eine Untersuchung bei der Logopädin: leichte Legasthenie (http://de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie)
Sich die Namen immer wiederholen aber erhöht auch bei mir die Chance, dass ich Sie mir merken kann. Sich ein Name in Bildern merken hilft auch: http://www.quarks.de/gedaechtnis/0405.htm