Du bist nicht allein!

Dieser Song der Aerzte ist mir heute wieder in Erinnerung gerufen worden. Schnell in die Playlist und abspielen. Ja, er ist gesellschaftskritisch. Doch ich denke, zwischendurch muss man sich solche Fragen stellen und etwas über unsere Welt nachdenken.

Auslöser war das Mail eines guten Freundes, das mich stark bewegt hat. Wie oft fragen wir, wie es jemandem geht? Meist ist es eine Floskel, die keine weitere Bedeutung hat und mit einem “Gut” quittiert wird. Man will verständlicherweise auch nicht jedem seinen Gemütszustand anvertrauen.

Das erwähnte Mail war eine Antwort auf eines von mir, in dem ich fragte, ob sonst alles im Lot sei. Zeitweise ertappe ich mich selbst dabei, dass mir die wichtige Bedeutung dieser Fragen viel zu wenig bewusst ist. Die Antwort, dass es nicht wirklich gut geht, beschäftigt mich. In der heutigen Zeit, in der oft nur der Schein zählt, ist ein solcher Vertrauensbeweis vielleicht noch etwas mehr wert.

Neben dem Song denke ich immer auch an das Sprichwort, dass uns ein Lehrer in Irland beigebracht hat (wir hatten da jeweils ziemlich philosophische Gespräche): “Everyone has their cross to bear.” Hinter jeder Fassade verbirgt sich etwas, dass nicht jeder wissen soll. Wenn es in vielen Fällen auch belanglose Kleinigkeiten sein mögen.

Nein, wir sind definitiv nicht allein.