Übertriebener Feminismus

Am 11. März wird in unserer Nachbargemeinde Amriswil der Stadtrat gewählt. Das Frauen Forum hat sich dabei zum Ziel gesetzt, einen angemessenen Frauenanteil zu erreichen. Dazu wurde sämtlichen Kandidatinnen (Partei egal) eine Plattform geboten, ihre Ziele vorzustellen.

Im entsprechenden Tagblatt-Artikel wird am Ende auch die jüngste Kandidatin (19, Kantischülerin) von der freien Gruppe (sprich Grüne) zitiert. Sie störe sich am Namen Stadtrat:

“Bei einer Wahl würde ich als Erstes diesen männlichen Namen ändern wollen.”

“Herzig” finde ich das nicht mehr, eher tragisch. Ich denke, dass die 19-jährigen Amriswilerinnen zuerst anderes geändert haben wollten. Und nur weil der Artikel dieses Wortes männlich ist, muss man ja nicht das Wort verteufeln. Eine andere “männliche” Komponente kann ich in diesem Wort beim besten Willen nicht erkennen. Auch fragt sich, wie man diese Bezeichnung denn ändern sollte. Stadtgremium? Vereinigung der gewälten Stadträtinnen und Stadträte? Oder einfach Stadträt?


One Response to “Übertriebener Feminismus”

  • Peter Says:

    Genau das habe ich auch gedacht, als ich diesen Artikel gelesen habe. Ich bin auch der Meinung, dass Amriswil noch andere Prioritäten hat.
    Mehrere Menschen heissen ja schliesslich auch “die Gruppe”. Man müsste dann sagen: die Gruppenangehörige und der Gruppenangehörige. Peter

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