Volksinitiative gegen Abzockerei
Mittem im Wichtigen Abstimmungskampf bekomme ich ein Mail von einem Komitee eidg. Volksinitiative «gegen die Abzockerei» . Das Komitee will im Oktober mit dem Sammeln für eine entsprechende Volksinitiative beginnen und sucht jetzt noch Aktivisten.
Grundsätzlich soll die Generalversammlung bei börsenkotierten Schweizer Unternehmungen über die Vergütungen des Top-Managements abstimmen; Abgangsentschädigungen sollen verboten werden. Darüber hinaus versucht die Volksinitiative sämtliche Hintertüren zu schliessen: So sollen beispielsweise die Pensionskassen verpflichtet werden, an den Generalversammlungen im Sinne ihrer Versicherten abzustimmen. Somit ist es nach wie vor möglich, dass das Aktionariat hohe Entschädigungen bewilligen kann, jedoch auf ihre eigenen Kosten und Verantwortung.
Ob das für die Schweizer Wirtschaft wirklich der richtige Weg ist, darf bezweifelt werden. Aus liberaler Sicht sind solche Verboten jedenfalls höchst heikel. Und das “im Sinne der Versicherten” tönt noch ziemlich schwammig. Warten wir auf den definitiven Initiativtext.
Im Thurgau werden aber bereits Verbündete (=hauptsächlich Sammler) gesucht:
Falls Ihre kantonale Partei gewillt ist, nicht nur am Sammeltag mitzuhelfen, sondern allgemein aktiv am Gelingen dieser Initiaitve zur Verfügung zu stehen, so haben wir in Ihrer Region noch einen kantonalen Ableger zu vergeben.
Nein, einen kantonalen Ableger möchte ich nicht werden
Weiss nicht, wie ernst ich die Sache nehmen soll.
Die URL http://www.eidgenoessische-volksinitiative-gegen-die-abzockerei.ch wurde bereits registriert. Hinter der ganzen Sache steht die Trybol AG.

