Ausgefallenes Hobby
13 Jun 2006
Es gibt Leute, die pflegen sehr aussergewöhnliche Hobbies. Gestern habe ich mit einer Frau gesprochen, die in unsere Schule geht und Postautostrecken sammelt. Ihr Ziel ist es, möglichst das ganze Postauto-Streckennetz abzufahren.
Letzten Freitag sei sie von Buchs über Nesslau, Schwägalp, Urnäsch und dann weiss der Teufel wo durch bis nach Kreuzlingen nach Hause gefahren. Und diesen Sommer seien noch einige Pässe dran. Naja, jedem das Seine. Die einen mit dem Töff, die anderen mit dem Postauto. Bin zwar auch GA-Besitzer und überzeugter ÖV-Benutzer. Doch so etwas käme mir wahrscheinlich nicht in den Sinn…
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Jun 13, 2006 @ 22:35:37
Sachen gibts, für die braucht man viiiieeel Zeit.
Jun 14, 2006 @ 21:45:23
Ich bin halt mehr für Qualität statt Quantität und mache beständig die Strecke Lausanne-Romanshorn zu meiner Hosentasche
Jun 16, 2006 @ 14:09:08
Solange die ÖV nicht billiger werden, bin ich überzeugter Auto-Fahrer!
Jun 16, 2006 @ 23:27:54
In Bezug auf den Komfort hat der ÖV dem Auto schon etwas voraus, besonders in Städte oder längere Strecken. Aber auch auf Seiten der Kosten gibt es Vorteile
Ausserdem finde ich, dass auch bei der Bahn eine gewisse Selbstfinanzierung vorhanden sein sollte. ÖV ist ja gut und recht, doch “billiger” würde viele Mittel erfordern, die wir heute nicht zur Verfügung haben. Oder dann an anderen Orten einsparen müssten. Der ÖV wird bereits heute genug subventioniert.
Jun 17, 2006 @ 08:41:18
kostenvorteile bei den sbb sehe ich höchstens bezüglich den tages-ga, die preislich kaum unterboten werden können.
andererseits sind lange reisen höchstens ab einer ziemlich hohen distanz billiger:
am montag fahren wir zu dritt an die wm nach dortmund (mit dem auto!): die sbb würde für die reise CHF 255.- bzw. 225.- (mit halbtax) verlangen. die deutsche bahn immerhin “nur” noch Euro 95.-
die benzinkosten für das auto betragen dagegen höchstens CHF 60.- pro person, die versicherung würde ich sowieso bezahlen – kann also nicht wirklich eingerechnet werden – und wertverluste sollten wohl angesichts des alters von meinem auto auch nicht unbedingt berücksichtigt werden.
das auto scheint also durchaus billiger, wenn sich mehrere personen an den kosten beteiligen.
bezüglich “billiger werden” gibt es eigentlich 2 lösungen: mehr wettbewerb und höhere subventionen. eine privatisierung der sbb und vergbabe von konzessionen an andere bahngesellschaften wäre daher durchaus eine option, jedoch würde sich danach zugegebenermassen die frage nach der angebotenen qualität stellen…
die subventionen könnten meiner meinung durchaus erhöht werden, denn es gibt genügend einsparungspotential beim staat. würden nur schon die militärausgaben von 1.5 mrd. franken dieses jahr in die sbb investiert, würde dies einiges bewirken. das militär kann durchaus entschlackt, ersetzt oder ganz abgeschafft werden. weiteres einsparungspotential bietet sich aber auch beim sozialstaat, denn volkswirtschaftlich gesehen verzerrt ein gutes arbeitslosenversicherungssystem bspw. den anreiz der arbeitslosen, arbeit zu suchen. hierbei stellt sich jedoch wiederum die frage, wieviele einsparungen mit dem wohlfahrtsstaat schweiz vereinbar sind. auch im asylsystem und im beamtenapparat liessen sich duch verbesserte kosteneffizienz weitere einsparungen realisieren und die gelder dadurch umgeleitet werden…