May
23
2006
Heute einmal eine kritische Begutachtung eines Zeitungs-Photos. Das Bild wurde zwar schon am 10. Mai im Tagblatt abgedruckt, aber bis ich die Zeitungen jeweils lese und das verdaue, vergehen einige Tage
Die Frage lautet nun: wer findet den Fehler auf diesem Photo?

Man sieht es leider nicht wirklich gut, aber mir ist es irgendwie beim ersten Blick aufgefallen. Nicht, dass ich jetzt stundenlang das Photo betrachtet hätte. Es geht im Artikel überigens um eine Studentin, die Leistungssport und Studium unter einen Hut bringt.
Nun, das Bild ist stark gestellt. Ausser, dass man wahrscheinlich mitten in Frauenfeld im Strassencafé nicht lernt, hat es noch ein anderes Indiz. Und das wäre:
Richtig, im Buch hat es gelbe Markierungen, während die Studentin einen roten Marker in der Hand hält. Interessant, nicht?
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May
21
2006
Man kann sich darüber beklagen, doch nützen wird es nicht viel. Gestern Abend wartete ich beim Bahnhof Amriswil, der Warte-Saal war in katastrophalem Zustand:


Ein Kommentar ist überflüssig. Die ausgehängte Bahnhofsordnung liest sich wie ein Witz. Dort steht, was man am Banhof nicht alles darf. Es geht von “Rumhängen” über Rollschuhfahren bis zum Unterschriftensammeln. Auch “Wegwerfen und wildes Deponieren von Abfall” gehört dazu. Verstösse gegen die Hausordnung werden bestraft. Vorausgesetzt, man erwischt jemanden. Meine Ablehnung gegenüber stärkerer Videoüberwachung hinterfrage ich wieder kritischer.
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May
17
2006
Zuerst dachte ich, es sei Werbung für eine Anlaufstelle für schwere soziale und psychische Probleme. Und wer die Parteien im Thurgau nicht kennt, dachte das wahrscheinlich auch. Die Schweizer Demokraten Thurgau haben heute in der Thurgauer-Zeitung ein seehr originelles Inserat geschaltet:

Zuerst fragte ich mich, welche Wahlen denn gerade anstehen. Die nächsten sind erst im 2007. Doch dann habe ich es herausgefunden: wahrscheinlich ist das wie eine Sorgen-Telefonnummer. Wenn man ernsthafte Probleme hat, wählt man die Nummer der Beratungsstelle bzw. des Psychiaters. Oder man wählt eben die SD-Seite im Internet.
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May
15
2006
Endlich finde ich wieder einmal Zeit, über meine alltäglichen Banalitäten zu schreiben. Heute zum Thema Betonung. Ein Österreicher hat mir/uns heute den Vorwurf gemacht, wir Schweizer würden viele Wörter nicht richtig betonen. Und zwar hätten wir einen Hang, die erste Silbe zu betonen, auch bei Wörtern, bei denen die zweite betont werden müsste.
Das erste Beispiel ist der Name “Matthias”. Die meisten von uns neigen dazu, Matthias ganz normal mit gleichmässiger Betonung zu sagen. Gemäss meinem Kollegen müsste aber die zweite Silbe betont werden (à la Mathiiiias). Weiteres Beispiel: Vorarlberg. Es heisse Voraaarlberg.
Nun zu einem schlüssigen Ergebnis, was jetzt richtig ist, bin ich nicht gekommen. Vielleicht sollten wir einfach so reden, wie uns “der Schnabel gewachsen” ist?
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May
4
2006
Was haben wir gestern in der Zeitung gelesen? Die Deutsche Regierung hat eine neue Reichensteuer eingeführt. Singles mit einem Jahreseinkommen von über 250 000 Euro und Verheiratete mit über 500 000 Euro zahlen eine um 3% höhere Einkommenssteuer.
Ich glaube, es kann sich nur jemand darüber freuen: die Schweizer Banken. Wir werden sehen, wie deren zukünftige Jahresabschlüsse aussehen werden. Die Voraussetzungen sind für diese Branche sicher nicht schlechter geworden. Bezahlen werden es die Deutschen. Und mit der Einführung des Elterngeldes haben unsere Nachbarn wieder neue Sozialleistungen eingeführt. Es scheint, als ob der Wille zu echten Reformen in Deutschland bereits gebrochen sei.
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