Autosalon: Innovationen

Gestern Mittwoch war ich am Autosalon in Genf. Zuerst stellt sich bei mir eine Frage:

Warum profitieren Rentner von Fr. 5.- Ermässigung auf den Eintrittspreis und Studenten nicht?

Wenden wir uns dem Erfreulichen zu: die Innovationen hat mir wirklich gefallen. Beispiele:

Kein Rückspiegel bei Honda:
rueckspiegel
Dafür hat es an kleine Kameras und im Fahrzeuginnern zwei kleine Monitore, die beim Armaturenbrette ganz links und rechts angebracht sind. Sie gewährleisten immer einen optimalen Blick nach hinten, tote Winkel ade.

Intelligenter Park-Assisente (IPA) bei Toyota:
Es soll das seitliche Einparkieren zu einem Kinderspiel machen. Wenn man neben dem Parkplatz ist, sieht man auf einem Monitor die Situation hinter dem Auto (der gewünschte Parkplatz liegt hinter dem aktuellen Standort). Man wählt dann aus, wohin das Auto genau hingestellt werden soll. Danach parkiert das Auto automatisch seitlich in den Parkplatz. Die Demo war überzeugend.

Alternative Antriebe:
Es gibt einen Extra-Stand für Autos mit alternativen Antrieben. Erdgasantrieb und Elektroautos standen im Vordergrund:
erdgas1erdgas 2
Natürlich haben auch etliche Hersteller ihre Hybrid-Autos im Angebot. Honda hat sogar das Konzept einer Home-Energy-Station präsentiert. Dabei wird aus Erdgas Wasserstoff hergestellt. Daneben entsteht auch noch Wärme, die für die Beheizung des angrenzenden Hauses verwendet werden kann:
home energy station
Und dann wäre da noch der PAC-Car II, entwickelt von der ETH Zürich. Es hält zurzeit den Weltrekord als sparsamstes Fahrzeug:
pac-car
Zugegeben, neben der Person hat es praktisch keinen Platz mehr für etwas anderes. Und es ist doch sehr eng darin. Doch die Fakten überzeugen. Im 2005 wurde mit “5385 km/l Benzinäquivalenz” der Weltrekord als sparsamstes Auto aufgestellt. Das ist doch ein sehr beachtlicher Wert. Angetrieben wird das Gefährt übrigens mit 2 Maxon-Elektromotoren, die Karosserie besteht aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Das Brennstoffzellen-System erzielt einen Wirkungsgrad von 70%! Es ist 29 kg schwer und die maximale Geschwindigkeit liegt bei <50 km/h.

Damit der Schein nicht trügt: ich habe auch den amerikanischen Hummer gesehen, der 18.1 Liter auf 100km will (im städtischen Verkehr sogar über 24) ;-)

Weitere Beobachtungen an diesem Tag:
- es hatte bei jedem Stand mehrere “Putzer”. Also Leute, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als die Autos zu reinigen (mit Staubwedel, Lappen und Reinigungsmittel ausgerüstet). Damit ja kein Fingerabdruck sichtbar ist und die Autos immer schön glänzen.
- die Verbreitung der Fotohandys und kleinst-Digitalkameras zeigen Wirkung. Es ist mir noch nie derart aufgefallen, wie stark fotographiert wird. Teilweise fast penetrant. Ich frage mich, was mit all den Fotos geschieht…


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