Mar 31 2006

Referat von Marcel Ospel

An der diesjährigen Generalversammlung der IHK (Industrie- und Handelskammer Thurgau) war ich (sozusagen von Amtes wegen) als Gast eingeladen. Marcel Ospel (UBS) hat das Referat gehalten. Und es war wirklich interessant, die Aussagen pointiert und teilweise auch etwas provokativ. Teilweise hat es für mich fast etwas klassenkämpferisch getönt, was ja auch nicht immer schlecht sein muss. Kurz: genügend gedanklichen Stoff.

Einleitend hat Marcel Ospel für einige Lacher gesorgt. Beispielsweise, als er den landwirschaftlichen Kanton Thurgau mit der UBS verglichen hat. Er sagte, sehr ironisch, die UBS habe mehr Mitarbeiter als der Thurgau Kühe und Rinder.

Es war ein gelungener Abend, ich habe wieder diverse neue Gesichter gesehen. Auch Adalbert Durrer, ehemaliger Präsident der CVP Schweiz war anwesend. Gemäss Gästeliste ist er nun “Managing Director Head Group Public Policy” bei der UBS in Zürich. Schöner Titel ;-)


Mar 31 2006

Alleinunterhalter

Ich habe nicht gewusst, dass man Gesellschaftsspiele auch alleine spielen kann. Ich musste mir erklären lassen, dass besonders Monopoly sehr interessant werden könne. Es würden sich dann während dem Spiel Sympathien und Antipathien für gewisse Figuren entwickeln. Und man beginne dann sogar, zugunsten seines Favoriten zu schummeln.

Vorstellen kann ich mir das noch nicht ganz, ich alleine am Monopoly spielen und mit einer Figur mitzufiebern.

Beim Schach soll diese Spielart etwas schwieriger machbar sein ;-)


Mar 29 2006

Kadaversuche

Letzten Mittwoch bin ich bei einer Headline des Tagblatts hängen geblieben:

“Kadaversuche am Bodensee”

Hmm. Ich habe irgendwie immer Kada-Versuche gelesen. Erst beim dritten Mal, mit hartem Überlegen, bin ich auf die Kadaver-Suche gekommen. Kann passieren, dass man solche Worte auf den ersten Blick missinterpretiert.


Mar 27 2006

Die Fasnacht ist vorbei

Jetzt ist die Fasnacht aber wirklich überall vorbei, auch in Ermatingen/TG. Am Sonntag war noch der Kinderumzug mit dem bekannten Gropp:
groppenfasnacht in ermatingen

Erstaunt hat mich, dass der Umzug wirklich von Kindern gestaltet wurde. Nächstes Jahr gibt es dann wieder einen grossen Umzug (alle 3 Jahre). Der Kinderumzug soll nur dazu da sein, die Kinder “bei der Stange zu halten”. Doch ich denke, das ist nicht der wirkliche Grund. Es ist doch viel Spass dabei und für alle Ermatinger einen grossen Event.

Das Ende der letzten Fasnacht der Welt bedeutet auch: in 3 Wochen ist Ostern :-)


Mar 25 2006

21. Mai: Fremdsprachen-Podium

Heute Morgen war ich an einem Podium in Weinfelden zur “Initiative für nur eine Fremdsprache an der Primarschule”, organisiert von der FDP Thurgau. Anwesend waren, soweit ich gesehen habe, natürlich FDPler und einige parteilose, interessierte Bürger.

Zuerst hat jedoch SVP-Ständerat Hermann Bürgi ein Kurzreferat zur neuen Bildungsverfassung (Bildungsrahmenartikel) gehalten. Wie gewohnt mit viel Herzblut und Engagement. Er hat auch die Kritiken ausgeräumt, die von einem Bürger geäussert wurden.

Contra
Anschliessend hat Regierungsrat Bernhard Koch ein Contra-Referat zur Initiative gehalten. Die wichtigsten Aussagen der Befürworter von 2 Fremdsprachen (Gegner der Initiative) waren:
- wenn man mehr Zeit hat zum Lernen, ist auch der Ertrag grösser (wird von den Initianten bestritten)
- die Schule soll sich nach den 80% der Schüler richten, die eine zweite Fremdsprache lernen können. Für die 20% leistungsschwachen sind Lösungen in Sicht.
- Kinder sind in der Primarschule eher unter- als überfordert (50% der 1. Klässler beherrschen bei Schulbeginn bereits den gesamten 1.Klass-Stoff)
- Es wird kein Fächerabbau geben, sondern eine Aufstockung.
- Die Einführung des Frühfanzösisch hat 7 Mio gekostet. Das wäre herausgeworfenes Geld, wenn man die das wieder abschaffen würde.
- Ein Lernverbot benachteilig. Wer es sich leisten kann, besucht privat Englischlektionen. Die Chancengleichheit muss gewahrt bleiben.
- Wir sollen uns an Zürich und St. Gallen orientieren, nicht an Appenzell-Innerhoden (mit 15’000 Einwohnern), der als einziger Kanton Englisch in der Primarschule und Französisch in der Oberstufe unterrichtet (Modell der Initianten).

Pro
Die Argumente der Befürworter der Initiative (Gegner von 2 Fremdsprachen), vertreten durch Verena Herzog, waren im Wesentlichen:
- Fremdsprachen muss man intensiv lernen, sonst bringt es nichts bzw. der Aufwand und Ertrag stimmt nicht. Daher Konzentration auf Englisch in der Primarschule.
- Es gäbe einen Ausbau im sonderpädagogischen Bereich, da mehr Schüler Nachhilfe etc. bräuchten
- Es gäbe keine Studien, die wirklich beweisen würden, dass zwei Fremdsprachen an der Primarschule mehr Ertrag bringen würden als nur eine
- Die Kinder seien mit zwei Fremdsprachen mehrheitlich überfordert und könnten nicht mehr Kind sein.

Erfahrungen aus Zürich
Anschliessend haben zwei Primarlehrkräfte aus Schwamendingen ihre Erfahrungen mit zwei Fremdsprachen erzählt. Sie sind, wie es unser Vorurteil so will, auch in der SP ;-) Jedenfalls haben sie nur gute Erfahrungen gemacht. Sie hätten jetzt Kinder aus 9 verschiedenen Ländern mit 13 verschiedenen Muttersprachen. Und gerade die Fremdsprachigen seien es, die besonders motiviert seien, die Fremdsprachen zu lernen.

Podium
Die anschliessende Diskussion verlief interessant. Am Podium waren Hugo E. Götz (Pro), Peter Gubser (Präsident SP, Pro), Gabi Badertscher (Präsidentin FDP, Contra), Christian Amsler (FDP Schaffhausen, Contra). Einige Auszüge:

Gabi Badertscher: In Uttwil biete die Schule freiwillig Englisch an. 95% der Schüler nehmen dieses Angebot wahr, obwohl ein Unkostenbeitrag bezahlt werden müsse. Wenn das nicht obligatorisch werde, sehe sie die Chancengleichheit gefährdet.
Mit der Initiative kaufe man die Katze im Sack. Denn es müsse sich nicht zwingend etwas ändern, wir hätten jetzt bereits eine Fremdsprache in der Primarschule. Wer garantiert, dass Englisch auch wirklich komme? Wer Englisch wolle, müsse zur Initiative Nein sagen.

Hugo Götz: Die Wirtschaft fordere keineswegs zwei Fremdsprachen, das habe er noch nie gehört. Das Problem liege bei den Englischlehrern an den Hochschulen, die nicht fähig seien, echtes Wirtschafts-Englisch zu vermitteln. Ausserdem gäbe es keinen Nobelpreis in Sprachen. Matchentscheidend für die Zukunft seien die Naturwissenschaften. Den Kindern können nicht immer mehr intelektuelle Fächer zugemutet werden. Das habe mit Entwicklungspsychologie zu tun.

Christian Amsler: In der Oberstufe stimmen die Rahmenbedingungen nicht mehr. Es sei doch nicht leichter, in der Pubertät noch eine neue Fremdsprache zu lernen. Wenn ein Kanton wie der Thurgau eine andere Lösung beschliessen würde als das Modell 3/5, dann wäre eine Landesweite Lösung nicht mehr fern. Der Bund würde eingreifen und die Harmonisierung durchsetzen. Und in diesem Fall könne man sicher sein, dass die erste Fremdsprache eine Landessprache wäre.

Peter Gubser: Am Schluss von 9 Jahren Schulzeit müssen alle etwa den gleichen Stand haben. Mit einer Konzentration auf Deutsch und Englisch in der Primarschule komme man diesem Ziel näher.

Soweit meine streng geraffte Zusammenfassung.

Humor
Natürlich hat auch der Humor nicht gefehlt. Bereits am Anfang hat Moderator Hans Weber auf die Kamera von Tele Top aufmerksam gemacht. Die Referenten würden vielleicht sogar mit einem gescheiten Votum im Fernsehen kommen. Es gäbe doch schlimmeres. Darauf ruft der Kameramann: “Ja, Tele Diessenhofen”.
Bei der Podiumsdiskussion hat Peter Gubser das Schwarz/Weiss-Denken des Regierungsrates Koch bemängelt. Man könne nicht nur zwischen Himmel und Hölle unterscheiden. Darauf der Moderator Marc Haltiner: “Er ist in der CVP” ;-) Das hatte einige Lacher zur Folge.

fremdsprachen-podium

Abschliessend muss ich sagen: ein interessanter, informativer Morgen. Durch Gespräche ist mir die Ansicht der Initianten etwas verständlicher geworden. Ich werde jedoch trotzdem NEIN stimmen.


Mar 18 2006

21. Mai: Coray is back

Am 15. März ist im Tagblatt ein Leserbrief von Ex-Regierungsratskandidatin Gabi Coray erschienen. Sie hat damit ihre Absicht wahr gemacht, sich auch in Zukunft politisch zu äussern. Ich wage einmal zu prophezeien, dass sie wieder einmal an Wahlen teilnehmen wird.

Ihr Leserbrief mit dem treffenden Titel Sprachenwirrwarr klärt mich leider nicht ganz auf, ob sie jetzt für oder gegen die “Initiative für nur eine Fremdsprache an der Primarschule” ist:
leserbrief coray

Stellt sich die Frage, wo jetzt genau der Wirrwarr ist ;-) Solange solche Leute die Politik nicht lähmen bzw. unnötige Kosten verursachen (wie Fritz Reusser mit seinem Rekurs gegen die Regierungsratswahlen), sondern die Diskussionen beleben, ist das sicher zu begrüssen.


Mar 15 2006

Physik am Morgen

Am Morgentisch kann man auf seltsame Ideen kommen. Unser heutiges Beispiel: die berühmte Kugelkette. Und da ich ja ein neues Natel habe, habe ich kurzerhand einen kleinen Video gedreht, hier zum Downloaden:

video000.mpg (2MB)

Grundaussage ist, dass die Anzahl der einfallenden Kugeln gleich der Anzahl der weg rollenden Kugel ist. Die Begründung liegt im Impulssatz und im Energiesatz bzw. deren Erhaltungssätze (wenn ich auf Anhieb wüsste, wie man hier schöne Formeln eingibt, würde ich das natürlich liefern. Aber das Quadrat (hoch 2) sieht einfach etwas billig aus). Die Geschwindigkeit der einfallenden Kugeln ist übrigens gleich der Geschwindigkeit der weg rollenden Kugeln.


Mar 14 2006

Swisscom-Mobile: Treue-Dschungel

Am Samstag wollte ich es wieder einmal wissen: bekommt man als langjähriger Kunde zwischendruch wieder einmal ein neues Telefon? Seit meinem letzten Profitieren sind sicher 18 Monate vergangen. Ich habe es gleich als Gelegenheit genommen, mich über dieses ganze Rabatt-System zu informieren. Bei Swisscom-Mobile sieht es so aus:
Jeder Kunde ist in einer Rabattstufe. Die geht von A bis D. Dabei zählt einzig und alleine der Umsatz (der mit dem Rating A zahlt der Swisscom also sehr viel mehr als jemand mit einem D). Dieses Rating wird ständig angepasst, und man ist immer in irgend so einer Stufe (ich bin zurzeit im C).

Wenn man ein neues Telefon will, kann man zwischen 12 und 24 Monaten Vertragsverlängerung wählen. Je nach dem wird das Telefon dadurch erheblich günstiger. Nach Ablauf dieser Frist (minus 3 Monate) hat man wieder Anspruch auf eine Rabatt-Aktion (sprich: vergünstigtes Telefon). Ich habe mir nun gleich im Palm einen Termin auf den Januar 2008 gemacht: “neues Natel besorgen”.

Ich bin zum Schluss gekommen: wer nicht alle 24 Monate ein neues Telefon “abholt”, ist der Verlierer. Denn je früher man es abholt, desto eher beginnt die neue Mindestvertragslaufzeit zu laufen. Und desto früher hat man wieder Anrecht auf ein neues Telefon. Denn das Geld jeden Monat liefert man ja sowieso ab, ob mit oder ohne Mindestvertragslaufzeit.

Vorausgesetz: es kommt nicht so ein genialer Manager, der das ganze System in wenigen Monaten wieder über den Haufen schmeisst ;-)

Als ich im Swisscom-Shop die knapp Fr. 80.- für mein Telefon noch bezahlen wollte, ist ein SMS auf mein “altes” Natel reingekommen. Während ich es anschaue, antwortet der Verkäufer: “Gell, wir sind schnell”. Tatsächlich, die Swisscom bedankt sich für die Vertragsverlängerung, die Treue und das Vertrauen in das Unternehmen. Schöne neue Welt.


Mar 12 2006

Kirche, Moral und Steuern

Am Samstag Morgen war ich an einem Podium in Weinfelden, das im Rahmen der SwissEglise (einer Kirchenmesse) durchgeführt wurde. Es ging hautpsächlich um die Frage, inwiefern die Kirche politisch ist oder sein darf.

Das Referat von Dr. Wallimann war sehr interessant. Sein Ziel, zum Denken anzuregen, hat er bei mir sicher erreicht. Meine Meinung war eigentlich klar: die Kirche soll sich nicht in Abstimmungskämpfe einmischen. Das ist nicht ihr Auftrag und Privatsache eines jeden (Kirchen-)Bürgers. Herr Wallimann hat sich jedoch klar auf den Standpunkt gestellt, dass die Kirche dort ihre Meinung sagen soll, bei denen die von der Kirche vertretene Werte tangiert werden. Wobei jetzt darüber diskutiert werden kann, welche Werte das sind und wie sie ausgelegt werden. Aber seine Grundaussage heisst: Wer nichts sage, sage eigentlich Ja.

Das strenge Nachdenken über die Situation der Kirche und deren Werte liefert erstaunlich neue Einblicke und Standpunkte. Bliebe dann nur noch die Frage, inwiefern es möglich ist, Moral per Gesetz zu verschreiben. Oder ob es gut ist, wenn die Kirche versucht, (Gesellschafts-)Wandel mittels Gesetz zu verhindern (bsp. Ladenöffnungszeiten). Ich habe meine Meinung nicht geändert. Aber ich denke, ich kann die Kirche und ihre Lage etwas besser verstehen.

Persönlich merke ich in letzter Zeit immer mehr, wie verschieden politische Fragen betrachtet werden können. Nicht dass ich das nicht gewusst hätte. Aber in letzter Zeit wird mir dieser Umstand bewusster. Je nach Standpunkt und Blickwinkel sieht eine Sache völlig anders aus. Dazu nochmals ein Beispiel:
Wir bezahlen zuviele Steuern. Jeglicher Anstieg von Steuern ist grundsätzlich einmal abzulehnen, denn hohe Steuern sind Gift für den Wirtschaftsstandort und das Wirtschaftswachstum. Soweit so gut.

Kürzlich habe ich mit einem SVP-Kantonsrat über die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern im Thurgau gesprochen. Er ist dafür. Heute bekommen die Gemeinden keinen Rappen aus diesen Steuern, der Kanton kassiert alles. Jetzt gibt es, neben dem obigen Standpunkt der Wirtschaft auch die Sicht der Gemeinde. Die Gemeinden müssen alte Strassen sanieren. Fehlt das Geld, werden diese “Altlasten” an die nächste Generation vererbt. Und je länger man mit einer Strassenrenovation wartet, desto teurer wird sie. Also: wenn man notwendige Sanierungen nach hinten verschiebt, kostet das schlussendlich mehr als wenn man es gleich erledigen würde. Nun stellt sich der SVP-Politiker auf den Standpunkt, dass man mit einer massvollen Erhöhung (ca. Fr. 30.- pro Fahrzeug und Jahr, Lastwagen ausgenommen) eine massive Verbesserung der Situation erhalten würde. Die Vorschläge aus FDP-Kreisen, die Gelder zw. Kanton und Gemeinden aufzuteilen aber ohne Steuererhöhung würde klar zu einem Leistungsabbau auf Seiten Kanton zur Folge haben. Kurz: wir könnten mit einer massvollen Erhöhung eine Verbesserung der Situation erhalten.

Nun kann man hier in einen Konflikt kommen. Die wirtschaftspolitischen Grundsätze oder der (realpolitische) Hintergrund, mit Gedanken an die nächste Generation? Schwierig. Abwägen. Pro und Contra. Ich bin noch im Meinungsbildungsprozess. Wenn der Kantonsrat die Erhöhung weiterhin befürwortet, wird das Volk darüber abstimmen. Denn der Gewerbeverband hat bereits mit dem Referendum gedroht.

Eigentlich geht es mir um das Scheuklappen-Denken. Klar, man hat Prinzipien, die man vertretet. Die sind bei mir hauptsächlich wirtschafts- und ordnunspolitischer Natur. Aber man muss aufpassen, dass man nicht zu sturen, nicht über Grenzen hinweg denkende Wesen werden. Das Verständnis für die andere Seite darf nicht verloren gehen. Im Gegenteil: es muss gefördert werden. Ohne dabei die eigenen Grundsätze über Bord zu werfen und die Glaubwürdigkeit zu verlieren.

PS: Noch gaaanz am Rande erwähnt: gestern hat mein Blog (in dieser Form) den ersten Geburtstag gefeiert.


Mar 9 2006

Autosalon: Innovationen

Gestern Mittwoch war ich am Autosalon in Genf. Zuerst stellt sich bei mir eine Frage:

Warum profitieren Rentner von Fr. 5.- Ermässigung auf den Eintrittspreis und Studenten nicht?

Wenden wir uns dem Erfreulichen zu: die Innovationen hat mir wirklich gefallen. Beispiele:

Kein Rückspiegel bei Honda:
rueckspiegel
Dafür hat es an kleine Kameras und im Fahrzeuginnern zwei kleine Monitore, die beim Armaturenbrette ganz links und rechts angebracht sind. Sie gewährleisten immer einen optimalen Blick nach hinten, tote Winkel ade.

Intelligenter Park-Assisente (IPA) bei Toyota:
Es soll das seitliche Einparkieren zu einem Kinderspiel machen. Wenn man neben dem Parkplatz ist, sieht man auf einem Monitor die Situation hinter dem Auto (der gewünschte Parkplatz liegt hinter dem aktuellen Standort). Man wählt dann aus, wohin das Auto genau hingestellt werden soll. Danach parkiert das Auto automatisch seitlich in den Parkplatz. Die Demo war überzeugend.

Alternative Antriebe:
Es gibt einen Extra-Stand für Autos mit alternativen Antrieben. Erdgasantrieb und Elektroautos standen im Vordergrund:
erdgas1erdgas 2
Natürlich haben auch etliche Hersteller ihre Hybrid-Autos im Angebot. Honda hat sogar das Konzept einer Home-Energy-Station präsentiert. Dabei wird aus Erdgas Wasserstoff hergestellt. Daneben entsteht auch noch Wärme, die für die Beheizung des angrenzenden Hauses verwendet werden kann:
home energy station
Und dann wäre da noch der PAC-Car II, entwickelt von der ETH Zürich. Es hält zurzeit den Weltrekord als sparsamstes Fahrzeug:
pac-car
Zugegeben, neben der Person hat es praktisch keinen Platz mehr für etwas anderes. Und es ist doch sehr eng darin. Doch die Fakten überzeugen. Im 2005 wurde mit “5385 km/l Benzinäquivalenz” der Weltrekord als sparsamstes Auto aufgestellt. Das ist doch ein sehr beachtlicher Wert. Angetrieben wird das Gefährt übrigens mit 2 Maxon-Elektromotoren, die Karosserie besteht aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Das Brennstoffzellen-System erzielt einen Wirkungsgrad von 70%! Es ist 29 kg schwer und die maximale Geschwindigkeit liegt bei <50 km/h.

Damit der Schein nicht trügt: ich habe auch den amerikanischen Hummer gesehen, der 18.1 Liter auf 100km will (im städtischen Verkehr sogar über 24) ;-)

Weitere Beobachtungen an diesem Tag:
- es hatte bei jedem Stand mehrere “Putzer”. Also Leute, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als die Autos zu reinigen (mit Staubwedel, Lappen und Reinigungsmittel ausgerüstet). Damit ja kein Fingerabdruck sichtbar ist und die Autos immer schön glänzen.
- die Verbreitung der Fotohandys und kleinst-Digitalkameras zeigen Wirkung. Es ist mir noch nie derart aufgefallen, wie stark fotographiert wird. Teilweise fast penetrant. Ich frage mich, was mit all den Fotos geschieht…