Stipendien abschaffen?
Gestern hatten wir eine Diskussion zu den Stipendien. Bei uns (denke, allgemein bei einer Fachhochschule) haben die meisten eine Lehre absolviert und danach mehr oder weniger lange gearbeitet bis zum Studium.
Nun wurde die Aussage gemacht, dass der “Dumme” während dieser Zeit gespart hätte. Wer einige Tausend Franken auf die Seite hat legen können (was in “jungen” Jahren, wenn man voll verdient und bei den Eltern leben kann gut möglich ist), bekommt keine Stipendien. Wer aber in Saus und Braus gelebt hat, dem finanziert der Staat das Studium. Werden hier nicht falsche Anreize gesetzt?
Ein befreundeter SVP-Kantonsrat wollte einmal in diesem Bereich etwas verändern (er holt bei neuen Ideen immer ein Feedback bei Personen ein, die er gerade trifft.). Jedenfalls dachte er genau über diese Problematik nach. Aus den Stipendien ein Darlehen machen? Stipendien zurückfordern, wenn nach dem Studium ein bestimmtes Einkommen erreicht wird? Ich werde bei Gelegenheit einmal nachfragen, was aus seinen Ideen geworden ist.
Grunsätzlich finde ich, dass jeder sein Studium selbst finanzieren soll, wenn er finanziell dazu in der Lage ist. Aber es müssen auch Anreize geschaffen werden, damit der Wille dazu vorhanden ist.