Nov
21
2005
Wenn kurz vor 18:00 ein Schnellzug in Romanshorn stehen bleibt, ist das ziemlich ärgerlich. Wenn die steckengebliebenen Pendler dann meinen, sie müssten alle den Thurbo (Regionalzug) Richtung Weinfelden/Zürich besteigen, kann das nicht gut gehen. Habe noch nie einen derart vollen Regio gesehen. Etliche Passagiere mussten in Romanshorn warten, da im Zug kein Platz mehr war. Die meisten haben es gelassen genommen. Und die gestresste Frau, die um Ihren Anschluss in Weinfelden bangte, hat ihren Ärger nach kurzer Zeit auch in ein Lächeln verwandelt. Ganz nach dem Motto: “gschäch nüt schlimmers”.
Aber das typische, klischee-hafte Bild einer vollgestopften, japanischen Bahn muss man mal erlebt haben
Leider ist meine Digi-Cam heute aus unerklärlichen Gründen zuhause geblieben…
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Nov
19
2005
Am Freitag Abend habe ich für 3 Stunden an der Garderobe eines Studentenfests gearbeitet. Man erlebt hier allerhand. Erwähnenswert ist beispielsweise ein Mann, der anscheinend eine strenge Budget-Politik verfolgt. Und zwar besitzt er zwei Portemonnaies. Eines ist in der Hosentasche, das andere in der (abgegebenen) Jacke. Er wollte uns die Anweisung geben, dass wir ihm im späteren Verlauf des Abends ja kein Geld aus der Jacke geben sollen. Sonst gebe er zu viel aus. Wir sollen ihm nur die Jacke als Ganzes zurück geben. Es sei eine Art Schutz vor sich selber, der nötig sei, wenn er zuviel trinke.
Und da gibt es die anderen, die an einer Studentenparty (bei der Studenten der Schule Gratis-Eintritt haben) über den kleinen Beitrag von Fr. 1.- diskutieren wollen, den es an der Garderobe zu zahlen gibt (sofern man die Jacke abgeben will). Naja, …
Was mich auch noch erstaunt hat: es sind mehr als eine Handvoll Laptops abgegeben worden. Weiss nicht, ob es Leute gibt, die ihr liebstes Teil immer an Partys mitnehmen
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Nov
15
2005
Was ist der Sinn von Leichenhäusern? Die offensichtlichste Antwort ist wahrscheinlich, dass damit das Abschied nehmen (für die Überlebenden;-)) erleichtert wird. Doch der hauptsächliche Grund war ein anderer: und zwar hätten früher die Menschen grosse Angst davor gehabt, lebendig begraben zu werden. Darum habe man diese Leichenhäuser eingerichtet, in denen ein Wächter den Toten überwacht hat. Nach einigen Tagen konnte man dann mit Bestimmtheit sagen, dass er/sie sicher tot ist.
Die heutigen Mediziner können uns mit grösserer Sicherheit sagen, ob jemand tot ist. Wir hoffen es jedenfalls
PS: Noch etwas zur Quelle
Haben das Thema in der Schule besprochen. Das Fach hätte man früher wahrscheinlich Deutsch/Geographie/Geschichte oder so genannt. Bei uns heisst es Allgemeiner kultureller Kontext und bietet Abwechslung, neben dem Haufen Mathe und Physik.
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Nov
12
2005
Die Gentech-Initiative wird zurzeit heftig diskutiert. Was hat diese Initiative nun für Auswirkungen? In den Bereichen, in denen die Initiative Versprechungen macht, wird es meines Erachtens keine Auswirkungen haben. Der Konsument wird in 5 Jahren (mit oder ohne Initiative) das selbe auf dem Teller haben (nämlich Gentech-freien Food, soweit das möglich ist). Im Bereich Anbau wird es ebenfalls, mit oder ohne Initiative, keine Änderung zur heutigen Praxis geben. Wie die Befürworter immer wieder wiederholen, wollen 80% der Konsumenten keinen Genfood. Ausserdem haben wir ein überaus strenges Gentechnik-Gesetz. Die Befürworter müssten jetzt noch erklären, aus welchen Gründen ein Bauer in der Schweiz denn Genfood anbauen sollte. Warum soll ein Bauer den unverhältnismässig grossen Aufwand auf sich nehmen, um ein solches Gesuch durchzubringen, wenn danach nicht einmal Abnehmer für seine Produkte vorhanden sind?
Die Befürworter versprechen eine Gentechnik-freie Landwirtschaft. Doch auf den Import von GVO hat die Initiative keine Auswirkungen. Es wird also auch in Zukunft möglich sein, gentechnisch veränderte Futtermittel einzuführen. Ist es ehrlich, hier von einer gentechnikfreien Landwirtschaft zu sprechen bzw. dafür zu werben?
Kommen wir zu den Bereichen, bei denen die Initiative eine Auswirkung hat. Das wäre die Forschung. Wenn sich ein angehender Student für eine Studienrichtung entscheidet, wird er zwangsläufig auf die Zukunftsaussichten dieser Branche schauen. Gelinde gesagt: eine Annahme der Initiative wird die Attraktivität dieser Studiengänge bestimmt nicht steigern. Wir werden den Mangel an Fachkräften in diesen Bereichen erst in einigen Jahren zu spüren bekommen. Junge Forscher müssen/wollen ausserdem Artikel und Ergebnisse zu ihrem Forschungsgebiet publizieren. Mit einer Annahme dieser Initiative wird das Klima gegenüber solchen Forschern und Projekten bestimmt nicht besser. Im Gegenteil: man wird sich auf das Volk beziehen und noch stärker gegen solche Forschungsprojekte (insbesondere auch die wichtigen Freilandversuche) ins Feld ziehen.
Die Befürworter verhalten sich, als ob die Bauern nur so auf ein Nein warten würden. Und danach die Schweiz mit Gentech-Produkten überschwemmen. Doch bei einem Nein würde diesbezüglich nicht viel ändern. Wir sollten diese Initiative ablehnen. Denn sie ist unehrlich und schlicht unnötig.
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Nov
7
2005
Auf den Schweizer Banknoten hat es genau eine Frau (Sophie Taeuber-Arp auf der 50er-Note). Da stellt sich natürlich unweigerlich die Frage, warum. Drei Kinderantworten darauf (Quelle: Primarlehrerin, die das Thema Geld behandelt hat. Die Frage nach den wenigen Frauen sei dabei aufgetaucht):
3. Weil Männer schöner sind
2. Weil Männer intelligenter sind (und somit mehr Erfindungen gemacht hätten)
1. Weil es ja alte Männer sind, habe es damals wahrscheinlich noch gar keine Frauen gegeben
PS: unter http://www.snb.ch/d/banknoten/noten.html gibt es Informationen zu jeder Note. Ebenfalls ist http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franken eine gute Quelle.
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Nov
6
2005
Ziel: mit dem ÖV am Samstag Morgen nach St. Gallen
Wie erwartet ist der Bus zwischen Amriswil und Romanshorn um 08:10 leer. In Romanshorn steigen dann einige Rentner ein, die Einkaufen gehen (obwohl der neue Aldi nur ca. 300 Meter von der Bussstation entfernt ist, nehmen sie den Bus, um in die City zu fahren). Schlussendlich sind wir am Bahnhof 5 Personen (in einem 41-Sitzer). Davon hat eine Person Fr. 2.20.- bezahlt, die anderen besitzen ein GA/Streckenabo o.ä. Ein Beispiel von Service-Public live.
Im Zug von Romanshorn nach St. Gallen sind interessante Dinge zu beobachten. Ok, die ca. 16-jährigen Teenies, die zu türkischer Musik lauthals mitsingen, wären nicht gerade nötig gewesen. Dann die junge Mutter, die krampfhaft versucht, mit ihrem ca. 2-jährigen Sohn ein Gespräch zu führen: “Säg emol Duplo!” Pause. “Häsch du Duplo dihei?” Der Kleine schweigt und lächelt.
Obwohl ich mit Bus&Bahn ungefähr doppelt solange benötige, werde ich langsam zum ÖV-Fan (Dank GA). Man hat Zeit, diverse Dinge während der Fahrt zu erledigen. Und kann interessante Menschen beobachen.
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Nov
2
2005
Amriswil 2005:

(Recycling-Sammelstelle beim Bus-Depot)
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Nov
1
2005
Wir können vielleicht bald darüber entscheiden, ob und wie wir einen Beitrag an die EU (voraussichtlich eine Milliarde zugunsten der Ost-Staaten) ausrichten. Ich bin erstaunt: der Bundesrat hat dazu eine Motion von SVP-Nationalrat Hans Fehr zur Annahme empfohlen, welche die geplante Milliardenzahlung an die EU (der sog. Kohäsionsbeitrag) dem Volk vorlegen will (Details: http://www.parlament.ch/afs/data/d/gesch/2005/d_gesch_20053704.htm).
Frage mich jetzt schon, wie diese Kampagne aussehen wird bzw. welche “Gegenleistungen” versprochen werden (müssen).
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