Wessen Glück ist grösser?

In der letzten Weltwoche (Nummer 11 vom 17. März) erschien ein Artikel über das Erforschen von Glück. Eine Passage scheint mir höchst interessant:

Letztlich müsste eine Regierung einfach die richtigen Daten erhalten, damit sie eine Politik macht, die ihren Bürgern grösstmögliches Glück verspricht. Das dürfte allerdings schon daran scheitern, dass kaum ermittelbar ist, was das gesamte Glück der Gesellschaft steigert. Wenn Homosexuelle heiraten dürfen, macht sie das glücklich, aber einer Reihe anderer Leute passt das nicht. Wessen Glück ist grösser? Ausserdem bleibt unklar, ob zwei dasselbe fühlen, wenn sie sagen, sie seien glücklich (…).

Ein lesenswerter Artikel mit interessanten Denkansätzen.

Wettbewerb und Menschen

Eine Diskussion mit einem Wirte-Ehepaar veranlasst mich, mir einige Gedanken zu Wettbewerb und Menschen zu machen. Und zwar hören sie nächsten Sommer mit dem Wirten auf. Die Präsenzzeit hat mich erstaunt, um 0800 morgens öffnet das Restaurant, die letzten Gäste gehen selten vor Mitternacht. Und das an 6 Tagen in der Woche. Freie Zeit bleibt kaum übrig. Auch muss noch ein Haushalt nebenbei geführt werden.

Ich habe Respekt vor solchen Menschen. Sie verkörpern echtes Unternehmertum, sie leben für das Unternehmen. Andererseits darf die Arbeit den Menschen auch nicht kaputt machen, Zeit für Erholung und sich selbst muss sein. Jeder selbständig Erwerbende weiss, dass er normalerweise mehr arbeitet als ein Angestellter, besonders in den ersten Jahren. Und Mindestarbeitszeiten, Arbeitnehmerschutz etc. gibt es (zum Glück) keine. Denn das würde die freie (und freiwillige) Entwicklung des Unternehmens stark gefährden.

Der Wettbewerb ist hart, auch im Gastgewerbe. Im beschriebenen Beispiel haben es die Unternehmer erreicht, die Umsätze zu steigern (zurzeit ca. 20-30 Mittagessen täglich). Das sei beim Vorgänger (ebenfalls Pächter) anders gewesen. Ich frage mich jedoch, ob der Ertrag den grossen Einsatz von Zeit rechtfertigt. Auch hier merke ich: diese Frage stellen sich echte Unternehmer nicht. Sie leben für ihre Unternehmung. Auch wollen Sie es ‘allen recht’ machen. Sprich: keine Kunden verlieren, auf deren Bedürfnisse eingehen usw. Da kann es schon vorkommen, dass man auf Kundenwunsch ausnahmsweise bereits um 0740 öffnet. Das ist bestimmt positiv, doch auch hier ist ein gesundes Mittelmass gefragt zwischen (eigener) Zumutbarkeit und Erfüllung der Kundenwünsche. Eventuell hängt sogar das Ueberleben der Unternehmung davon ab.

Wenn aufgrund eines Burn-Outs, extremem Schlafmangel usw. die Leistung abnimmt oder sogar auf 0 zurückgeht, ist der Schaden für die Wirtschaft grösser als wenn auch in andere Lebensbereiche genügend Zeit investiert wird.

Es ist zu hoffen, dass auch in Zukunft diese Art der Beschäftigung trotz (oder wegen?) grossem Einsatz attraktiv bleibt, ohne dabei Familie und Freizeit ganz zu vergessen. Dass die Ueberlebensrate von Neugründungen nach 4 Jahren bei 54% liegt zeigt auf, wie hart Wettbewerb sein kann (Meldung vom Bundesamt für Statistik).

Telemarketing

Unter diesem Begriff versteht man das Bewerben von Produketen per Telefon. Mit dem EGBG anti-telemarketing counterscript gibt es eine Möglichkeit, zurück zu schlagen. Weitere Informationen auf der Website ;-)

(erhalten via Hymnos)

Spass bei Seite. Die beiden ersten Fragen des Scripts stelle ich dem Verkäufer immer (bevor ich ihn abwimmle). Diese wären:
1. Mit wem spreche ich?
2. Können Sie mir sagen, wie Sie an diese Nummer gekommen sind?

Ist immer interessant (und beängstigend), wie diese Leute zu ihren Adressen kommen.

In letzter Zeit häufen sich diese Spam-Telefone nach meinem Empfinden. Einmal wurde ich sogar von einem Computer am anderen Ende begrüsst, der mich zur Teilnahme an einem Gewinnspiel bringen wollte (per Taste). Aergerlich …

Freiwilligenarbeit

Stellenanzeiger für Freiwilligenarbeit
SG: www.benevol-sg.ch
TG: www.freiwilligenzentrum.ch

Gesucht werden auch Leute für die Mitarbeit bei OpenSource-Projekten: http://sourceforge.net/people/

Friedli und Fränz Kilbimusig

Eine etwas besondere Band sind Friedli und Fränz. Die Texte sind witzig, die Melodien bekannt (da gecovert).

Jedenfalls sind die Texte (zu finden auf der Site www.holzbein.ch) absolut lesenswert ;-)

Entdeckt durch einen innerschweizer Kollege.